Von der Gründung bis zur Zwangsauflösung
Nach den überlieferten Unterlagen haben am 10. März 1906 mehrere 17- bis
21-jährige Burschen die Initiative ergriffen und zunächst einen Stopselverein
ins Leben gerufen. Spontan traten damals 45 Burschen als Mitglieder bei.
Dieser Stopselverein existierte nur knapp ein halbes Jahr. Bereits im September
1906 wurde er wieder aufgelöst, um - auf Betreiben älterer Burschen - einen
gemeinsamen Burschenverein zu gründen.
Der von der Vorstandschaft (Josef Seemüller - 1. Vorstand -, Quirin
Leutenstorfer - 2. Vorstand -, Andreas Preis - Kassier - und Sebastian Koch -
Schriftführer -) erwirtschaftete Kassenbestand von immerhin 36 Mark wurde im
Stammlokal _Burenwirt_ in flüssige Nahrung umgesetzt.
Am 10. Oktober 1906 wurde - nach mehreren erfolglosen Anläufen - der
Burschenverein Aubing gegründet. Dem neugegründeten Verein traten zunächst 22
Burschen bei.
Noch am Gründungstag einigten sich die Burschen darauf, an jedem 2. Sonntag im
Monat eine Vereinsversammlung abzuhalten.
Bereits in der November-Versammlung 1906 wurden eigene Vereinsstatuten in Kraft
gesetzt und beschlossen, ein eigenes Vereinsabzeichen anfertigen zu lassen.

Foto aus der Gründungszeit 1906
Künftig sollte jeder, der Mitglied des Burschenvereins werden wollte, 1 Mark
Aufnahmegebühr, 1 Mark für das Vereinsabzeichen, 20 Pfennig für die Statuten und
30 Pfennig Monatsbeitrag entrichten.
Bis Ende 1906 konnte der Burschenverein bereits 40 Mitglieder verzeichnen.
In der Anfangszeit stand außer der Pflege von Brauchtum und Geselligkeit vor
allem gegenseitige Hilfe und Unterstützung kranker und hilfsbedürftiger
Mitglieder im Vordergrund.
Am 10. Oktober 1907, dem ersten Jahrestag des neugegründeten Burschenvereins,
hatte der Verein bereits 51 Mitglieder. Im Rahmen dieser Versammlung erhielten
erstmals mehrere Burschen Krankengeld in Höhe von je 5 Mark ausbezahlt.
Während des Jahres wurden neben mehreren geselligen Abenden ein Burschenball
und ein Maskenumzug im Fasching veranstaltet.
Auch das Vereinsjahr 1907/1908 brachte wieder zahlreiche Veranstaltungen, einen
Burschenball und einen Maskenumzug. Bis zum 2. Jahrestag seiner Gründung konnte
der Verein seine Mitgliederzahl auf 61 steigern.
Für das darauf folgende Vereinsjahr verzeichnet die Burschenchronik wieder
gesellschaftliche Feiern, Tanzabende, Burschenball und Faschingsumzug. Wie der
Chronist berichtet, soll es im Frühjahr 1909 in der _Schröfel_schen
Gastwirtschaft_ zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen zwei Lagern der
Burschenschaft gekommen sein. Trotz dieser Meinungsverschiedenheiten innerhalb
der Burschenschaft wuchs die Mitgliederzahl bis zum 3. Jahrestag der
Vereinsgründung auf 70 an.
Die Neuwahl der Vorstandschaft führte diesmal zu einem regelrechten Wahlkampf
zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen. Nach der Wahl versöhnten sich die
konkurrierenden Parteien innerhalb des Burschenvereins wieder.
In der Chronik wird die _Wiedervereinigung_ mit den Worten _von Wirtschaft zu
Wirtschaft gingen wir Arm in Arm und ließen das Lied ertönen _Wir halten fest
und treu zusammen__ beschrieben. Während des anschließenden Vereinsjahres hielt
der zwischen den Gruppen geschlossene Friede an. Die Mitgliederzahl konnte auf
72 erhöht werden.
Im Vereinsjahr 1910/1911 wurden wieder ein Burschenball, ein Faschingsumzug und
kleinere Tanzveranstaltungen abgehalten. Ansonsten scheint das Vereinsleben der
Burschen etwas vernachlässigt worden zu sein. Der Mitgliederstand konnte jedoch
bis zum Ende des Vereinsjahres auf 80 Aubinger Burschen gesteigert werden.
Im neuen Vereinsjahr führten die Aubinger Burschen erstmals volkstümliche
Theaterstücke auf. Von Seiten des Publikums ernteten sie hierfür immer regen
Beifall. Auch sonst organisierten die Burschen wieder eine Reihe erfolgreicher
Veranstaltungen, was dazu führte, dass die Mitgliederzahl zum Ende des
Vereinsjahrs auf 82 angestiegen war.
Im Rahmen des Burschenballs 1913 führten die Burschen erneut ein
Laientheaterstück auf, das den damals vorherrschenden Uniformenkult lächerlich
machen sollte. Die Darsteller konnten zwar - so der Chronist - _donnerndes
Gelächter und anhaltenden Applaus verbuchen_, wurden aber wegen Beleidigung noch
auf der Bühne vom Aubinger Schutzmann verhaftet.
Bei der Generalversammlung am 11. Oktober 1913 zählte der Burschenverein 85
Mitglieder.
Noch bevor die Generalversammlung im Jahr 1914 abgehalten werden konnte, war
der 1. Weltkrieg ausgebrochen.
Gruppenbild aus dem Jahre 1914
Der Burschenchronist schrieb hierzu ins Protokollbuch:
_Am 1. August 1914 abends um halb 9 Uhr mussten die Tamboure Alarm schlagen. Es
wurde uns die Mobilmachung des deutschen Heeres und der Marine verkündet. Erster
Mobilmachungstag war der 2. August. Täglich war der Burschenverein bereit,
seinen Abschied von den Mitgliedern zu feiern, welcher vom 1. bis zum 14. August
dauerte._
In mehreren Gruppen mussten die Mitglieder des Burschenvereins zur Fahne
einrücken. Der Chronist berichtet, dass die _Aubinger Burschen in Jubelstimmung
und unter schneidigem Absingen von rührend patriotischen Liedern von Gasthaus zu
Gasthaus zogen. Nachdem der amtierende Vorstandsausschuss zum Kriegsdienst
einberufen wurde, übernahm die Vereinsführung ein nun gebildeter
Reserveausschuss, wobei der Reserve-Vorstand so liebenswürdig war, die
einrückenden Vereinskameraden und sämtliche Kriegsteilnehmer mit blumengezierten
Wagen in schneidigem Trabe aus unserer Aubinger Heimat fuhr_.
Am 24. Oktober 1914 fand die vom Reserveausschuss für die noch nicht
einberufenen Kameraden angesetzte Generalversammlung statt. Dabei wurde
beschlossen, während der Zeit des Krieges kein Freibier mehr auszugeben und die
Neuwahl des Ausschusses bis zum Ende der Kampfhandlungen auszusetzen.
Vorschläge, einen Fond für die Friedensfeier anzulegen sowie den im Felde
kämpfenden Kameraden _Liebesgaben_ zukommen zu lassen, wurden gemacht.
Ab Januar 1915 wurden dann an alle im Kriegsdienst stehenden Burschen in Form
von Lebensmittelpaketen _Liebesgaben_ verschickt. Im Protokollbuch des
Burschenvereins ist eine Aufstellung mit Namen der Mitglieder enthalten, die im
Laufe der Kriegsjahre solch ein Vereinspaket erhalten haben:
Andreas Preis, Georg Glas, Josef Mayer, Johann Strobl, Martin Koch, Josef
Dallmayr, Josef Preis, Johann Schandl, Xaver Klinger, Josef Paucker, Lorenz
Strobl, Georg Leingärtner, Quirin Dillitzer, Adam Stör, Franz Preis, Josef Glas,
Jakob Pfundstein, Josef Schmid, Josef Noder, Martin Gerbl, Ludwig Lenz, Fritz
Mayer, Josef Fichtl, Georg Preis, Quirin Leutenstorfer, Georg Strobl, Josef
Wunderer, Josef Stephan, Mathias Stopfer, Josef Noder II, Jakob Holzmüller,
Martin Wunderer, Franz Stephan, Heinrich Mayer, Martin Högg, Quirin Strobl,
Josef Seemüller, Georg Klebensberger, Johann Hartmannsgruber, Jakob Glas,
Michael Buchberger, Markus Preis, Anton Heckner, Mathias Schandl, Johann
Seeholzer, Jakob Zeilermeier, Josef Fischer, Kaspar Pfundstein.
Nachdem am 29. März 1915 - entgegen des noch ein halbes Jahr zuvor gefassten
Beschlusses - ein neuer Reserveausschuss gewählt werden musste, weil nunmehr
fast alle Aubinger Burschen ihren Stellungsbefehl erhalten hatten, sank im Laufe
der nächsten eineinhalb Jahre die Mitgliederzahl auf 2.
Der damals amtierende Reserve-Vorstand, Ludwig Willis, vermerkte dazu am 01.
Juli 1917 im Protokollbuch:
_Da jetzt die Mitgliederzahl bis auf 2 gesunken ist, werden nach der
Beschlussfassung vom 12. November 1916 die Vereinsgeschäfte bis auf weiteres
niedergelegt. Der Burschenkrug und die Vereinskästen können geschlossen im
Vereinslokal aufbewahrt werden._
Kurz nach dem Ende des 1. Weltkriegs, an _Stephani_ 1918 (26. Dezember), wurde
wieder eine Burschenversammlung einberufen. Die 1913 gewählte Vorstandschaft
übernahm zunächst wieder die Vereinsführung. Zahlreiche Kameraden befanden sich
noch in Gefangenschaft, 25 Vereinsmitglieder waren im Zuge der Kriegshandlungen
gefallen.
Am 19. Juli 1919 fasste die Vorstandschaft den Beschluss, eine Gedenktafel zu
Ehren der gefallenen Vereinskameraden anfertigen zu lassen. Im Rahmen einer
heiligen Messe am 17. August 1919 in der Aubinger Kirche wurde diese enthüllt.
_Es war ein Zeichen der Treue und Liebe zu unseren Kameraden, dass wir Ihnen ein
ehrendes Andenken bewahrt haben_, schrieb hierzu der Chronist.
Zur Generalversammlung vom 23. August 1919 war der Mitgliederstand wieder auf
69 angewachsen.
Der aus der ersten öffentlichen Veranstaltung der Aubinger Burschen, einem
Tanzabend am 5. Oktober 1919, erzielte Erlös wurde der Gemeindeverwaltung Aubing
zur Unterstützung von Kriegsgefangenen überlassen.
Nachdem die letzten Gefangenen, Anton Mayer, Jakob Glas, Mathias Stopfer, Anton
Heckner und Ludwig Hartmannsgruber aus der Gefangenschaft heimkehrten, wurde im
März 1920 eine Gefangenenheimkehrfeier abgehalten.
Durch einen Beschluss der Vorstandschaft im Juni 1920 wurde der Zuschuss für
kranke Mitglieder von 5 auf 20 Mark erhöht. Als Vereinslokal benutzten die
Aubinger Burschen jetzt auch das Gasthaus _Grünwald_.
Bereits bei der Generalversammlung am 11. September 1920 hatte der
Burschenverein wieder 80 Mitglieder. Künftig sollte jedem Mitglied, das länger
als 2 Wochen krank war, zusätzlich zu den 20 Mark Krankenunterstützung, quasi
als erweiterte Sozialhilfe, ein Betrag von 30 Mark gewährt werden. Hierzu legten
die Burschen eigens einen Fond mit 200 Mark Rücklage an. Zum 15jährigen Bestehen
des Vereins ließen sie einen 3-Liter-Maßkrug anfertigen.
Im Protokollbuch sind ab 1920 nur noch wenige Vorgänge aus dem Vereinsleben
registriert. So sind, abgesehen von Ausschuss neu- und Umbesetzungen,
Kassenberichten und Festlegungen von Terminen, keine Aufzeichnungen mehr über
Mitgliederbewegungen im Verein vorhanden.
Am 8. Oktober 1921 wurde der Mitgliedsbeitrag auf Vorschlag von Vorstand
Quirin Glas von bisher 30 Pfennig auf 1 Mark pro Monat erhöht. Zum 10. Juni 1922
hat der Burschenverein das Stammlokal vom _Sedlmaier_ zum _Burenwirt_ verlagert.
In der Chronik sind keine Aufzeichnungen vorhanden, wann das Vereinslokal vom
_Burenwirt_ über _Grünwald_ zum _Sedlmaier_ verlagert worden war.
Nunmehr war in Deutschland die Zeit der großen Geldentwertung angebrochen.
Wie der Chronist überliefert, wurde angeregt, das Vereinsvermögen zum Erwerb
von Maßkrügen zu verwenden, bevor es _gar nix mehr wert ist_.
Im Dezember 1923 erfolgte erneut eine Verlagerung des Stammlokals vom
_Burenwirt_ zum _Grünwald_. Über die Gründe ist nichts überliefert.
Bereits am 23. Juni 1924 trat der erst am 2. März 1924 gewählte
Vereinsausschuss wegen Unstimmigkeiten in der Kassenführung zurück. Auch der
hier neu gewählte Ausschuss musste wegen Streitigkeiten innerhalb des Vereins
vorzeitig zurücktreten, so dass bereits am 7. Februar 1925 erneut eine Neuwahl
erforderlich wurde.
Bis zur Wahl der Vereinsvorstände anlässlich der Generalversammlung am 3.
Oktober 1932 enthält das Protokollbuch nur Aufzeichnungen über erfolgte
Neuwahlen, jedoch nicht über Vereinsaktivitäten.
Im Jahre 1933 konnte der Aubinger Burschenverein durch eine Spendenaktion eine
Fahne als Vereinssymbol anfertigen lassen. Am 27. Mai war feierliche
Standartenweihe. Im Gasthaus _Grünwald_ fand anschließend eine vereinsinterne
Feier der Burschen statt.
Künftig wurden die Monatsversammlungen an stetig wechselnden Orten (Gasthäuser
_Grünwald_, _Burenwirt_, _Fischmüller_ oder _Huber_) abgehalten.
Nach der Generalversammlung am 13. Oktober 1934 registriert die Vereinschronik
den nationalsozialistischen Einfluss auf die Burschen, denn fortan wurde anstatt
dem dreifachen _Hoch!_ auf den Verein, jede Versammlung mit _Sieg heil!_
eingeleitet und beendet.
Martin Wunderer übernahm am 27. Januar 1935 von Jakob Stürzer das Amt des 1.
Vorstandes. Unter seiner Führung fand die letzte Versammlung des Aubinger
Burschenvereins in der Zeit des Dritten Reiches am 15. August 1936 statt. Kurz
darauf musste sich der Verein unter nationalsozialistischem Diktat auflösen.
Leider war eine genaue Datierung der Vereinsgeschäfte ab dem 07. Juli 1935
nicht mehr möglich, weil - wie Chronist Naßl bedauert - _von hier ab jeder
Eintrag ins Protokollbuch fehlt und die Vorstandschaft es auch nicht für nötig
hielt, das Buch zu prüfen_.
Josef Stephan schrieb nachträglich als Kommentar zur Zwangsauflösung ins
Protokollbuch:
_Der Burschenverein Aubing, gegründet am 10. Oktober 1906, wurde im Jahr 1936
aufgelöst. Das Vereinsleben hat von diesem Zeitpunkt ab geruht. Die Idee, der
Gedanke alter Burschentradition hat aber weitergelebt. Die unveränderlichen
Ideale des Burschenvereins Aubing, an deren Spitze das Gute steht, wurden am 29.
Juni 1949 im Gasthaus _Zwickl_ wieder ins Leben gerufen._

Gruppenfoto um 1936 vor der Auflösung des Burschenvereins
Vom Neuanfang bis zur Fahnenweihe
Einige Monate, bevor sich der 1936 zwangsaufgelöste Aubinger Burschenverein
wieder neu formierte, trafen an einem Freitag im April 1949 beim _Zwickl_ einige
Aubinger Burschen zusammen und beschlossen, den Obermenzingern - so, wie _s der
alte Brauch erlaubt - den Maibaum zu stehlen. 28 Burschen gelang es, den 33
Meter langen Stamm kurz nach Mitternacht auf bereitgestellte Baumwagen zu
verladen und sich ungesehen aus dem Staub zu machen. Nachdem sie über einige
Umwege wieder sicher in Aubing angelangt waren, brachten sie ihre Beute beim _Schröfl_
in Sicherheit.
Am Samstagmorgen betrachtete Jung und Alt den Baum und jedermann sprach von der
_Heldentat der Aubinger Burschen_, so der Chronist. Gegen 9 Uhr rückten die
ersten Menzinger zusammen mit der Polizei an. Sie schimpften, die Aubinger
seien _Diebe_ und forderten die bedingungslose Rückgabe des Maibaumes. Die
mitgebrachten Polizisten wussten von dem alten Burschenbrauch und zogen sich
tatenlos wieder zurück.
Den Menzingern, die das Loch zum Aufstellen schon gegraben hatten, blieb also
nur die Wahl, entweder die von den Aubingern geforderten 2 Hektoliter Bier als
Ablöse zu bezahlen oder sich um einen neuen Maibaum umzusehen. Nachdem sie sich
für letztere Möglichkeit entschieden hatten, planten die Aubinger, den
erbeuteten Baum zu versteigern. Der Erlös sollte als Startkapital für die
Neugründung des Aubinger Burschenvereins dienen.
Aber, wie das Leben so spielt, kam alles ganz anders als erwartet. Am darauf
folgenden Donnerstag begaben sich einige Menzinger Burschen mit zwei Fahrzeugen
nach Aubing. Bewaffnet mit einer Motorsäge schlichen sie auf den _Schröfl-Hof_.
Blitzschnell, noch ehe sich die Aubinger Burschen dieses Überfalls bei
helllichtem Tage bewusst werden konnten, wurde der Baumstamm in fünf Teile
zerschnitten, aufgeladen und zurück nach Menzing verbracht.
Dies war ein höchst frevelhafter Bruch mit der alten Burschentradition.
Samstags darauf kamen 2 Menzinger Burschen nach Aubing zum _Zwickl_ um
Friedensverhandlungen aufzunehmen. Mit 4 Aubingern wurde über die entgangene
Ablösesumme verhandelt. Nach langem Feilschen erklärten sich die Menzinger
bereit, 50 Mark und 3 Flaschen Schnaps zu bezahlen. Auch wurde eine Abordnung
Aubinger nach Menzing zum Maitanz eingeladen, bei dem der Bayerische Rundfunk
Aufnahmen machte.
Josef Stephan, der Vertreter der Aubinger, hielt nach einer Ansprache des
Menzinger Burschenvorstands Georg Schanderl, eine feurige Rede. Die leidige
Maibaumaffäre konnte durch einen Händedruck der beiden Burschenführer bereinigt
werden. Seit dieser Zeit besteht eine immer noch anhaltende Freundschaft
zwischen den Aubinger und Menzinger Burschen.
Der offizielle Neuanfang des Aubinger Burschenvereins nach dem 2. Weltkrieg
erfolgte auf Initiative von Josef Stephan am 29. Juni 1949 beim _Zwickl_.
Im Protokollbuch sind folgende 32 Burschen als _Neugründungsmitglieder_
verzeichnet:
Josef Stephan, Georg Strobl, Johann Strixner, Georg Seeholzer, Otto Schauer,
Johann Seeholzer, Jakob Seemüller, Josef Schmid, Ludwig Reis, Rudolf Lang,
Herbert Rauner, Alois Rauner, Herbert Heigl, Harry Schulze, Peter Naßl, Hans
Abenthum, Alfred Stefan, Eduard Hartl, Josef Noder, Jakob Huber, Alfred Huber,
Albert Schmid, Max Strobl, Otto Wimmer, Kajetan Schwojer, Raimund Feht, Heinz
Skwar, Alfred Schauer, Ludwig Braun, Walter Kaupert, Josef Grünwald und Franz
Pfundstein.
Das Gasthaus _Zwickl_ wurde zum Vereinslokal bestimmt. Zum Abschied aus der
ehemaligen Vereinsgaststätte _Grünwald_, in der noch die beiden 3-Liter-Maßkrüge
und die Standarte aufbewahrt wurden, veranstalteten die Burschen dort eine
kleine Feier mit Tanz. Die eigentliche Gründungsfeier ging am 10. Juli 1949 beim
_Zwickl_ über die Bühne. Dabei wurden sportliche Boxkämpfe zwischen
Vereinsmitgliedern ausgetragen. Ein Kampf zwischen zwei Söhnen von Herbergsvater
Strixner, Martin und Adolf, war der Höhepunkt des Abends.
Gemäß alter Sitte wurde am 12. September 1949 das Erntedankfest verbunden mit
einem Ochsenrennen gefeiert. Am Vormittag besuchte der Burschenverein
geschlossen den Dankgottesdienst und legte dabei einen aus Getreideähren und
Weinranken gebündelten Kranz nieder. Vor dem Gasthaus _Grünwald_ wurde ein
weiterer Kranz über der Straße aufgespannt. Hier gab mittags die Kapelle Schmid
ein Standkonzert. An der Schwemmstraße wurde nach dem Essen ein Festzug aus 7
geschmückten Wagen zusammengestellt. Unter zünftiger Musikbegleitung ging es
durch die Straßen von Aubing bis hin zur Lochhauser Straße. Dort hatten
inzwischen einige Ochsenreiter mit ihren
Tieren Aufstellung bezogen. Alfred Huber gewann dieses 1. Aubinger
Ochsenrennen vor Herbert Rauner als Zweitem und Hans Abenthum als Drittem. In
den Gaststätten _Zwickl_ und _Grünwald_ war dann am Abend Erntetanz.
Die erste Generalversammlung des Burschenvereins nach dem Neuanfang erfolgte
turnusgemäß am 12. Oktober 1949.
Im Frühjahr 1950 wurde erstmals nach 14jähriger Pause wieder ein Faschingsumzug
veranstaltet. Hierzu schrieb der Chronist ins Protokollbuch:
_Voran ein Wagen mit den Mitgliedern der Heimatbühne, auf dem auch das
Prinzenpaar Herbert Postner und Maria Seemüller war. Dann folgte ein
knatterndes Raketenmotorrad. Anschließend kam der Cowboywagen des
Burschenvereins mit echtem Lagerfeuer, dahinter der Bierwagen von _Münch-Bräu_
mit dem Faschingskomitee. Großes Aufsehen erregte der _Samba-Express_, auf dem
unentwegt getanzt wurde.
Laut ging es auch auf dem _Pschorr-Bräu-Bierwagen_ zu; hier saßen die
Dauer-Sänger und -Zecher. Mit dem nächsten Wagen erhob die Aubinger Heimatbühne
Anklage gegen die Wirte, weil kein Saal da ist. Die Ziegelsteine und Maurer auf
dem folgenden Wagen zeigten, dass die Heimatbühne nun selber einen Saal bauen
will. Dem Gemeinschaftswagen der Aubinger Geschäftsleute folgte das
Ochsengespann von Jakob Stürzer, das in humorvoller Art für die Zigarettensorte
_Old Joe_ warb. Den Abschluss des Zuges bildete ein Wagen, auf dem zu lesen war:
_ Der letzte Aubinger Bauer _ und _ besuch das Bienenheim, den A... von Aubing
_. Hinterher fuhr dann noch die Hintertupfinger Feuerwehr._
Am Ostermontag 1950 zogen einige Aubinger Burschen aus, um den von Josef
Schröfl gestifteten Maibaum zu fällen und nach Aubing zu bringen. Der Stamm
wurde im Anwesen von Johann Seeholzer aufbewahrt und verankert. Gleich am
Ostermontag begannen die Burschen, ihren Maibaum rund um die Uhr zu bewachen.
Vier schwere und aufopferungsvolle Wochen folgten. Chronist Ludwig Reis, der
seine Aufgabe als Schriftführer sehr gewissenhaft erfüllte und ausführliche
Schilderungen ins Protokollbuch schrieb, berichtete, dass _in fieberhafter
Arbeit und liebevoller Hingabe die Figuren von der Burschenschaft angefertigt
wurden_.
Traktor, Pflug, Binder, Lastwagen, Bagger, Brückenwagen, Kirche, Lagerhaus,
Wirtshaus und Schröflhof entstanden. Die übrigen Figuren, die das Handwerk
versinnbildlichen wie Metzger, Bäcker, Wagner, Schmied, Schreiner und Sattler
wurden von Bildhauer Stein angefertigt.
In der Ortsmitte vor dem Kriegerdenkmal stellten die Burschen am 30. April 1950
erstmals nach dem Krieg wieder ihren Maibaum auf. Mit Pferdegespann und
Baumwagen wurde er vom _Seeholzerhof_ dorthin transportiert. Beim ersten
Versuch, den Stamm aufzurichten, brach dieser. In fieberhafter Eile wurde er mit
zwei Eisenschienen wieder zusammengestückelt. Jetzt erst konnten die Burschen
den Maibaum errichten und den verankerten Stamm mit den Figuren bestücken.
Zu der tags darauf stattfindenden Maifeier trafen sich die Burschen um 1 Uhr
mittags im Gasthaus _Zwickl_ zusammen mit dem Trachtenverein, der Reigengruppe
und der Kapelle Schmid. Eine Stunde darauf erfolgte der Aufmarsch zum Maibaum.
Dort sprach Vorstand Josef Stephan einleitende Worte zur Maifeier, bevor der von
den Burschen und Mädchen dargebrachte Maireigen folgte.

Maitanz Anfang der 1950er Jahre
Anlässlich der Generalversammlung am 23. Oktober 1950 wurde der letzte Vorstand
des Burschenvereins vor dem zweiten Weltkrieg, Martin Wunderer, auf Vorschlag
von Josef Stephan als Ehrenmitglied in den Burschenverein aufgenommen.
Prinz Hans II., Prinzessin Marianne und die Prinzengarde führten mit dem
Prinzenwagen den auch 1951 von den Aubinger Burschen wieder zusammengestellten
Faschingsumzug an. Es folgten die Aubinger Horoskopfabrik, die Lebensprognosen
in humorvoller Weise feilbot und der Bahnhofswagen, auf dem zwei schlafende
Beamte immer zuviel Zeit benötigten, um die Schranken zu öffnen. Viel Aufsehen
erregten auch die Neger, die in Viehwagen transportiert wurden. Bier-, Musik-
und Steuerwagen, Funkstreife und Omnibus bildeten weitere Attraktionen.
Das 45jährige Bestehen des Vereins feierten die Burschen am 16. September 1951
zusammen mit dem Erntedankfest. Nach dem Festgottesdienst zu Ehren der
verstorbenen und gefallenen Mitglieder würdigte Vorstand Josef Stephan vor dem
Kriegerdenkmal die
Verdienste der gefallenen Kameraden. Der Festzug marschierte anschließend weiter
zum _Zwickl_.
Im Rahmen einer Versammlung am 9. September 1952 wurden Heinrich Kaltenegger
und Alois Wenninger als Ehrenmitglieder in den Burschenverein aufgenommen.
Bei der Generalversammlung am 31. Oktober 1952 ernannten die Burschen Josef
Stephan zum Ehrenvorstand. Zwischenzeitlich war auch das Gasthaus _Grünwald_ zum
neuen Stammlokal des Burschenvereins geworden.
Zur Maifeier 1953 schrieb der Chronist ins Protokollbuch:
_Einem alten Brauch zufolge wird der 1. Mai alle Jahre festlich begangen. So
zeigt der 1. Mai in der Großstadt als Tag der schaffenden Bevölkerung ein ganz
anderes Gesicht, als der 1. Mai der Landbevölkerung!
Während auf der einen Seite die Feiern und Festlichkeiten durch Aufmärsche und
Kundgebungen proklamiert werden, so ist es auf der anderen Seite die Freude und
der Frohsinn, die dem 1. Mai das Gepräge geben. Wir Burschen huldigen dem
letzteren und feiern den 1. Mai nach alter Tradition_. Schon nach zwei Jahren,
im März 1954, beschafften sich die Burschen wieder einen Maibaum und
renovierten erneut die alten Figuren.

Maibaumaufstellen 1953
Dazu der Chronist:
_Der Baum sollte dann, genau wie die beiden Stämme vorher, im Anwesen von
Johann Seeholzer bis zum Aufstellungstermin aufbewahrt, bearbeitet und bewacht
werden. Leider bereitete uns dieser Baum in den nun folgenden Wochen so
manchen Ärger. Getreu dem alten Brauch hatten wir den Baum, der die stattliche
Länge von 34 Metern hatte, gestohlen. Dies sollte uns teuer zu stehen kommen. Am
1. April erschien im _Seeholzer_schen Anwesen_ der Besitzer jenes Baumes, der
nun gleich mit erpresserischen Forderungen herauszurücken versuchte. Er
stellte uns eine Frist von etlichen Tagen, um die Sache ohne polizeiliche Gewalt
und gerichtliches Nachspiel zu erledigen.
Wir ließen uns aber von diesem Starrkopf nicht so leicht Kleinkriegen und
erzwangen doch noch eine Lösung, die beiden Seiten als gerecht erscheinen
musste. Wir waren nun über diesen Baum aufgrund dieser Begebenheit so verärgert,
dass wir ihn nicht mehr aufstellen wollten und ihn deshalb an ein Sägewerk
verkauften. Am 10. April kauften wir uns dann beim Forstamt Gauting einen neuen
Baum, der dem alten an Länge nicht nachstand und ihn dazu an Schönheit sogar
noch übertraf. Das bedeutete natürlich, dass in den folgenden zwei Wochen
allerhand geleistet werden musste, um ihn auf Hochglanz zu bringen. Leider war
uns der Wettergott nicht gut gesinnt, so dass wir den Baum am Karfreitag während
eines Schneetreibens hobeln mussten. Die Aufrichtung des Maibaumes ging am 25.
April ohne Zwischenfälle vor sich._

Maibaumaufstellen 1953
Zum 85. Geburtstag seiner königlichen Hoheit, Kronprinz Rupprecht von Bayern,
begaben sich einige Mitglieder des Burschenvereins nach Leutstetten. Nach dem
vormittäglichen Gottesdienst folgte am Nachmittag die weltliche Feier. Bei
bester Laune und gutem Humor saßen die wackeren Aubinger Burschen im großen
Bierzelt bei einer - oder auch mehreren - _Maß Königstrunk_. Nach dem Genuss
dieses köstlichen Nasses war die Zurückhaltung der kleinen Schar bald
gebrochen. Mutig baten sie den jüngsten Sohn des Kronprinzen Rupprecht, Prinz
Heinrich an ihren Tisch. Im Zuge einer kameradschaftlichen Unterhaltung wurde
vereinbart, dass Prinz Heinrich den Aubingern einen Besuch abstatten wird.
Dieser Besuch fand dann am 22. Mai 1954 statt. Prinz Heinrich und seine
Schwester Prinzessin Sophie wurde ein von Heinrich Kaltenegger organisierter
herzlicher Empfang bereitet. Nach der Besichtigung des altehrwürdigen
Gotteshauses, einem Weißwurstessen beim _Schröfl_ mussten die hohen Gäste auch
noch einen Blick auf den in voller Größe und Schönheit stehenden neuen Maibaum
werfen. Im Gasthaus _Grünwald_ wurden sie mit dem Bayerischen Defiliermarsch
feierlich empfangen. Auf der bis 11 Uhr abends gehenden Feier saß Prinz
Heinrich direkt unter einem Bild von König Ludwig II.
Die bereits am 23. August 1955 stattfindende vorgezogene Generalversammlung
stand im Zeichen der für das Jahr 1956 anstehenden Feierlichkeiten zum
50jährigen Bestehen des Aubinger Burschenvereins. Zugleich wurde ein
Festausschuss gebildet, der sich vornehmlich aus Gründungsmitgliedern und
bekannten Aubinger Persönlichkeiten zusammensetzte.
Auch einen neuen Maibaum galt es zu organisieren. Die guten Kontakte von Josef
Schröfl und Ehrenvorstand Josef Stephan zum Haus Wittelsbach führten dazu, dass
das neue _Aubinger Wahrzeichen_ aus dem königlichen Forst zu Kaltenberg geholt
werden konnte.
Seine königliche Hoheit, Prinz Heinrich von Bayern, war eigens in den Wald
gekommen, um dem Werken der ihm liebgewordenen Aubinger Burschen aufmerksam und
Ratschläge erteilend zu folgen. Beim Entasten legte Prinz Heinrich selbst Hand
an. Während eine Gruppe mit dem Binden einer Girlande begann, luden die anderen
den Stamm auf die mitgebrachten Baumwagen auf. Nach kurzer Zeit wollten die
Burschen schon wieder zur Heimfahrt rüsten.
Sie hatten ihre Zeitrechnung jedoch ohne den Prinzen gemacht, der die ganze
Mannschaft zu einer Brotzeit in sein Bierstüberl in der Schlossbrauerei einlud.
Dieses Angebot schlug keiner der Burschen aus. Prinz Heinrich erwies sich als
geschickter Schenkkellner, als er das gestiftete Kaltenberger Hopfengebräu
eigenhändig anzapfte und jedem einschenkte. In trauter Runde blieb es natürlich
nicht bei dem einen Banzen.
Kurzentschlossen schritt Prinz Heinrich zur Selbsthilfe und sorgte für
Nachschub des edlen Kaltenberger Getränks. Nun wollte der Prinz auch noch
wissen, wie die Aubinger mit ihren Kräften umzugehen verstehen. Jeder sollte
einen 40 Liter-Banzen hochstemmen.
Dazu der Chronist:
_Leider reichte es bei den meisten nur bis zur Brusthöhe, dann war jede Kraft
gebrochen_.
Prinz Heinrichs Kommentar zu diesen vielen vergeblichen Versuchen lautete: _I
sich_s scho, a so kons koana dabacka, nacha miast_s es a kloanas nehma. Geht_s
zua, deat_s as eini und zapft_s as o!_ Die Burschen befolgten den Rat und kamen
zu der Einsicht, dass 25 durstige Kehlen mehr Kraft haben, als ein kräftiger
Aubinger Bursch_ in den Armen. Bevor zur Heimfahrt aufgebrochen wurde, stärkten
sich die Aubinger Burschen nochmals mit einigen Maßen Bier.
Zu ihrem großen Erstaunen stellten sie fest, dass auf jedem der Fahrzeuge ein
Trag_l Märzenbier stand, das auf der langen Rückfahrt den Durst erleichterte.
15 Stunden nach dem morgendlichen Aufbruch erreichten die Aubinger Burschen
wieder glücklich und unbeschadet ihren Heimatort. Trotz Übermüdung und
durchgefrorenen Gliedern war es für jeden dabei gewesenen Burschen ein
einmaliges Erlebnis, von dem jeder gerne hört und wohl noch nach Jahrzehnten
gerne erzählt, vermerkte der Chronist im Protokollbuch.
Eingelagert und bearbeitet wurde der Maibaum diesmal bei Ehrenmitglied Jakob
Stürzer. Ludwig Zacherl leitete das Unternehmen _Maibaumaufstellen_.
Vorsichtiger denn je zuvor vollendeten die Burschen ihr Werk, bis der Baum mit
der stattlichen Höhe von 37 Metern stolz in der Mitte des Dorfes stand und
weithin sichtbar über die alte Ubosiedlung hinausragte.
Mitte Mai 1956 feierten die Aubinger Burschen ihr 50jähriges Bestehen. Nach dem
Motto _A Fahna muaß her und geht_s wias mog!_ bereiteten die Aubinger Burschen
die Feierlichkeiten vor. Zu einem Preis von 1.300 Mark wurde die neue
Vereinsfahne von der Fa. Auer in München fristgerecht hergestellt. Sie zeigt auf
der einen Seite das Ortsbild von Aubing, auf der anderen Seite die Patrona
Bavaria und den Titel _Es lebe die Freundschaft!_
Das Haus Wittelsbach war mit den Prinzen Heinrich und Rasso von Bayern sowie
mit Prinzessin Therese von Bayern als Ehrengäste vertreten. Auch Aubings
Ex-Bürgermeister Josef Schmid und Bundesbahn-Präsident a.D. Dr. Otto Fischl
zählten zu diesem erlauchten Kreis. Zusammen mit dem Patenverein aus Anzing
empfingen die Aubinger Burschen ihre ankommenden Gastvereine.
Brief des Prinzen Heinrich von Bayern an unseren damaligen Ehrenvorstand Josef
Stephan:
![]()

Herrn Sepp Stephan München, 25. Mai 1954
Lieber Sepp,
Ich möchte mich bei Ihnen, der Aubinger Burschenschaft, und allen Anwesenden von
Samstagabend für die herzliche Aufnahme danken, die wir in Aubing gefunden
haben. Weiter möchte ich danken für die großzügige Gastlichkeit, die wir
genossen haben und allen denen danken, die den Tag so gemütlich und lustig
gestaltet haben. Der vergangene Samstag wird eine meiner liebsten Erinnerungen
sein. Ihnen persönlich möchte ich noch ganz besonders meinen Dank aussprechen.
In Aubing lebt noch unser Bayern, das Bayern auf das wir stolz sind und zu dem
wir gehören.
Meine herzlichsten Grüsse an alle und auf Wiedersehen
Heinrich
Prinz von Bayern

Gruppenfoto Burschen mit den Prinzen Heinrich und Rasso von Bayern vor dem
Aubinger Kriegerdenkmal ,1956.
Ein ansehnlicher Zug zog unter den Klängen von Marschmusik in Richtung St.
Quirin. Das Aubinger Gotteshaus war zur Festmesse voll besetzt.
Die Gläubigen lauschten angespannt, so die Chronik, als Geistlicher Rat Josef
Oswald auf die von Lotte Meier, Leni Fürst und Sieglinde Schauer in der
Verhüllung getragenen Fahne zuschritt und die Weihe des Vereinssymbols vollzog.
Leni Fürst übergab das Banner mit den Worten,
_Nimm nun sie, die Fahne und trag sie stolz voran!
Wir wollen ihr stets folgen und treu ihr hängen an!
Wir wollen es geloben und halten treu Gebot.
Unsere Fahne gilt uns als höchstes in des Lebens Glück und Not!_
an den Fahnenjunker und damit an den Burschenverein. Die Fahnenträger der
Aubinger Burschen und des patestehenden Vereins aus Anzing schritten, die Fahnen
geneigt, aufeinander zu, um gegenseitig die erste Begrüßung durch Kreuzen der
beiden Fahnen vorzunehmen.

Festmesse 1956 anlässlich des 50jährigen Bestehens
Lächelnd und mit weicher Stimme sprach die Fahnenbraut, Ingrid Lamhofer, ihren
Gruß:
_Soeben hat der Priester die neue Fahne geweiht,
Euch Burschen soll sie führen auf guter Bahn alle Zeit!
Sie soll Euch immer mahnen flatternd im Windeshauch,
den alten Sinn zu pflegen: Gut Sitt_ und guten Brauch!_
Anschließend entbot Luise Graf im Auftrag der Festjungfrauen ihre Widmung der
Fahne in poetischen Versen. Nach der Zeremonie der Weihe schritten die Burschen
zum Kriegergrab im Kirchhof, wo Käthe Stanner den Prolog zur Totenehrung sprach:
_Heut, bei unserer Fahnenweih_
seid Ihr Toten mit dabei.
Die Pflicht rief Euch ins Feld hinaus
mit Gott verließt Ihr_s Elternhaus.
Wir denken Euer fort und fort,
wenn Ihr auch ruht an fremden Ort._
Nach dem Umzug durch Aubing bildete der Austausch der Freundschafts- und
Treuebänder zwischen den Burschenvereinen von Aubing und Anzing den festlichen
Abschluss des Programms.
Das dritte Vereinsvierteljahrhundert
Am 24. März 1958 findet sich im Protokollbuch ein Nachruf, der den Tod von
Prinz Heinrich von Bayern bekundet:
_Durch einen tragischen Unglücksfall in den südamerikanischen Anden, nahe der
chilenischen Grenze, verloren wir unser hochgeschätztes und allseits beliebtes
Ehrenmitglied, seine königliche Hoheit, Prinz Heinrich von Bayern, aus dem Hause
der
Wittelsbacher aus unseren Reihen. Bei der feierlichen Beisetzung in der
Klosterkirche der Abtei Andechs beteiligte sich der Burschenverein Aubing mit
einer Fahnenabordnung._
Nach der am 10. Oktober 1958 stattfindenden turnusmäßigen Generalversammlung
berichtet die Burschenchronik weiter:
_Nachdem unser Maibaum für ein weiteres Jahr als Symbol Aubings stramm zu stehen
nicht mehr fähig zu sein schien, wurde dieser wegen schweren Fäulnisschadens vom
_Hohen Gericht_ des Burschenvereins _zum Tode verurteilt_ und am 22. November
1958 _hingerichtet_. Danach gab es in Aubing für einige Stunden Stromausfall,
weil der Stamm in die elektrische Lichtleitung stürzte._
Schon im Jahre 1965 ging man wieder daran, einen neuen Maibaum auszusuchen. Es
sollte der Jubiläumsbaum für den im Jahre 1966 stattfindenden 60.
Vereinsgeburtstag werden. Am 27. März 1965 wurde der von der Stadt München
erneut kostenlos zur Verfügung gestellte Baum im Forst Kasten gefällt und in
Aubing versteckt.
In einem kühnen Manöver wurde er am 14. April 1965 zu nächtlicher Stunde von den
Pentenrieder Burschen entführt. Die Aubinger hatten jedoch bald herausgefunden,
wo der Baum versteckt lag und wer ihn gestohlen hatte.
In der darauf folgenden Nacht begaben sich einige Dutzend Aubinger Burschen
nach Pentenried, überlisteten in einer noch kühneren Aktion die dortigen
Burschen und holten ihren eigenen Maibaum wieder heim. Nach dieser Heldentat
konnte der Maibaum planmäßig am 25. April aufgestellt werden.
Am 2. Mai 1966 berichtete der Pasinger Würmtal-Bote in seiner Ausgabe über die
60-Jahr-Feier des Burschenvereins unter dem Titel
_Königliche Hoheiten waren Gäste beim Aubinger Burschenfest_
_Seit dem Wochenende ist die an fröhlichen Festen nicht arme Chronik der alten
Ubosiedlung um zwei Festtage reicher: Aubings Brauchtumshüter, der
Burschenverein, feierte unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung das
60jährige Bestehen. Besucher aus dem Hause Wittelsbach, dessen Chef - Herzog
Albrecht von Bayern - die Schirmherrschaft übernommen hatte, fehlten bei der
Veranstaltung nicht.
Beim bayerischen Heimatabend am Samstag blieb kein Platz unbesetzt. Viel
umjubelte Ehrengäste waren Prinz Ludwig mit seiner Gemahlin Prinzessin
Irmingard, Stadtrat Toni Böck, Aubings Pfarrherr Alois Brem, BRK-Kollonenarzt
Dr. Adolf Schrott, Deutschlands Meisterstenograph Georg Pauker und - nicht
zuletzt - von den vier noch lebenden Gründungsmitgliedern Josef Gürtner und
Josef Seeholzer. Die beiden anderen Geburtshelfer des Burschenvereins, der
Preis Schorsch und der Preis Jakl, gegenwärtig nicht gut zu Fuß, weilten in
Gedanken im Festzelt.
Herzog Albrecht übermittelte den Aubinger Burschen seine Grußadresse, die
Vorsitzender Franz Fürst verlas und von den Versammelten applaudiert wurde. Der
Vorstand drückte seine Freude über den starken Besuch aus und betonte, dass die
Aubinger Burschen-schaftler ihren Gründern auch in Zukunft keine Schande machen
würden und ihrem Ruf, weit und breit die gefürchtetsten Maibaumdiebe zu sein,
auch fürderhin alle Ehre erweisen wollten.
Strahlender Sonnenschein verschönte am Sonntagvormittag den Kirchgang, den ein
Standkonzert vor dem Gasthaus Burenwirt einleitete. Dann zogen die Burschen in
einem farbenprächtigen Zug zum Gotteshaus St. Quirin, an der Spitze in zwei
Kutschen, die Ehrengäste. Bei der Singmesse gedachten die Aubinger Burschen
ihrer verstorbenen und im Krieg gebliebenen Mitglieder und ihres tödlich
verunglückten hohen Gönners, Prinz Heinrich von Bayern.
Brotzeit und Mittag machten die Wittelsbacher, die nicht in einem
überdimensionalen amerikanischen Straßenkreuzer, sondern in einem schlichten,
leicht verbeulten Volkswagen angerollt waren, im gastfreundlichen _Metzenhof_
der Familie Seemüller-Schröfl. Kommentar von Hans Seemüller: _De red_n besser
boarisch wia mia!_. Die bayerischen Prinzen und die Prinzessin machten keinen
Hehl daraus, dass sie sich unter dem Dach des Altaubinger Bauernhofes recht wohl
und heimisch fühlten.
Volksbelustigungen standen auf dem Programm des Sonntag nachmittags. Mit einer
im Programm nicht ausdrücklich aufgeführten Disziplin, dem Maßkrugstemmen in
der Domhalle, von der Trachtenkapelle Maier mit schmetternden Klängen
verschönt, klang die Geburtstagsfeier des Aubinger Burschenvereins aus._
In den darauf folgenden Jahren verzeichnete die Chronik mehrere
Vereinsaktivitäten u.a. Fahrten ins Zillertal, an den Bodensee, zum Kloster
Melk und nach Tirol. Die Teilnahme an der Fahnenweihe des Burschenvereins
Fürstenfeldbruck sowie am 75. Gründungsfest des Burschenvereins Schönau ist
ebenso verzeichnet wie ein reger Mitgliederzuwachs.
Auch die typischen Veranstaltungen des Burschenvereins wie Kirchweihtanz,
Kathreintanz, Faschingsball, Maitanz und Erntetanz sind wieder aufgeführt.
Am 14. März 1972 gelang es den Aubinger Burschen zu nächtlicher Stunde den
Maibaum der Aktionsgemeinschaft Westkreuz zu stehlen. Die Westkreuzler mussten
für den Freikauf 80 Liter Bier bezahlen.
Im Jahre 1974 galt es erneut einen Maibaum für Aubing zu organisieren und auf
Hochglanz zu bringen.
Auf Initiative von Anton Fürst stellte die bayerische Staatsregierung den neuen
Maibaum zur Verfügung. Die Aubinger Burschen brachen mit 6 Autos und 2 Traktoren
nach Baierbrunn auf, um dort einen geeigneten Baum im Staatsforst zu fällen.
Am 21. April 1974 schritt man dann zum Maibaumaufstellen. Der Burschenchronist
überliefert hierzu:
_Der Seemüller Jakob fuhr den Baum mit seinem Traktor an den Aufstellungsort,
direkt neben das Loch, das am Vormittag ausgehoben worden war. Hier wurde der
Baum an den Kranwagen gehängt, die Aubinger Feuerwehr sicherte den Stamm mit
Seilen an der Vorderseite, das Hinterteil wurde mit Seilen an zwei Traktoren
festgemacht.
Dann ging_s los, der Preis Franz übernahm das Kommando zum Aufstellen. Stange um
Stange wurde unter den Baum geschoben. Hauruck um Hauruck ging_s vorwärts, immer
steiler richtete sich unser Baum auf, er stand schon fast in der Vertikalen, als
das Unglaubliche geschah.
Der Baum neigte sich in Richtung zum _Dom_ seinem Grundstück, er fiel zum Glück
in die Lichtleitung. Dadurch wurde der Aufschlag gedämpft und der Stamm blieb
gottlob ganz. Nun herrschte große Aufregung und Bestürzung.
Aber die Burschen hatten sich schnell wieder gefangen. Der Baum wurde mit dem
Kran aus seiner Lage befreit und an seinem Bestimmungsort zurückgebracht.
Danach wurde der Baum abermals mit Hauruck aufgestellt. Diesmal stand er wie
angenagelt._
Was den älteren Burschen vor einigen Jahren beim Umlegen des Maibaumes
passierte, war nun völlig unerwartet auch beim Aufstellen einmal eingetreten.
Bereits nach der Neuwahl des Vereinsausschusses anlässlich der
Generalversammlung am 12. Oktober 1974 begann man mit den ersten
Vorbereitungen für die 70-Jahr-Feier. Nach der Generalversammlung mit
Ausschuss-Neuwahl am 10. Oktober 1975 wurde ein Festausschuss gebildet, der mit
der Ausrichtung des anstehenden Vereinsjubiläums betraut wurde. Dieser Ausschuss
bestand aus 6 aktiven und 3 passiven Mitgliedern.
Zum 70jährigen Gründungsjubiläum wurden 33 aktive und 58 passive (darunter 5
Ehren-) Mitglieder geführt.
Traditionell lud der Burschenverein zum runden 70jährigen Jubiläum zu einem
Fest im großen Stil ein. Fünf Tage, von Mittwoch bis Sonntag, sollte gefeiert
werden. Während der erste Tag noch relativ ruhig verlief, standen am zweiten
bereits verschiedene sportliche Aktivitäten auf dem Programm.
Vormittags kam es zum altbekannten Lokalderby zwischen der Freiwilligen
Feuerwehr und dem Burschenverein. Bei miserablem Wetter legten während des
Spiels verschiedene Spieler beider Mannschaften ihren Freischwimmer im Schlamm
ab. Dennoch gewann die Burschenschaft knapp - aber hochverdient - nach hartem
Kampf mit 5:4 Toren.
Die am Nachmittag stattfindende offene Meisterschaft im Sackhüpfen und
Schubkarrenrennen konnte schon bei etwas besserer Witterung ausgetragen werden.
Beide
Male wurde Georg Abenthum als Sieger geehrt. Die sportlichen Erfolge konnten
abends im Bierzelt gebührend gefeiert werden.
Am Samstagabend folgte endlich der allseits ersehnten bayerischen Heimatabend.
Nach dem Standkonzert vor dem Vereinslokal zog man ins Festzelt ein. Nach der
Festansprache durch den 1. Vorstand Manfred Reis folgten die Ehrungen
verdienter Burschenmitglieder.
Ehrenvorstand Josef Stephan ließ es sich an diesem Abend nicht nehmen und
zeichnete auch Vorstand Manfred Reis ob seiner großen Verdienste für den
Burschenverein mit der goldenen Ehrennadel aus. Dieser nahm die Ehrung mit
sichtlicher Rührung entgegen.
Die Waakirchner Sänger- und Goaß_lschnalzer, der Männergesangsverein Germania
Aubing, die Aubinger Trachtler sowie die Festkapelle Stockdorf mit dem
Trommlercorps Aubing gestalteten den unterhaltsamen Teil des Abends. Durch das
Programm führte Bertl Hinterholzer.
Erst nach Mitternacht leerte sich schön langsam das Festzelt.
Die ersten Burschen waren trotz kurzer Nachtruhe bereits am frühen Morgen mit
der Festkapelle Stockdorf zum Weckruf unterwegs. Gegen 8 Uhr trafen die ersten
von insgesamt 48 Vereinen am Festplatz ein. Bei den Aubinger Bürgern fand
insbesondere die anlässlich des Kirchenzugs vorgenommene Totenehrung am
Kriegerdenkmal große Anerkennung. Vorstand Manfred Reis hielt eine sehr
festliche und andächtige Rede, der eine Kranzniederlegung folgte. Die
Schützenkompanie Tegernsee feuerte zum Abschluss dieser Totenehrung noch drei
Böllerschüsse ab.
Danach ging_s zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche St. Quirin.
Um 2 Uhr nachmittags trafen sich die Vereine zum großen Festzug durch Aubing.
Zahlreiche Zuschauer entlang der Festzugsstrecke erlebten durch die
vorbeiziehenden Vereine ein imposantes, farbenfrohes Bild. Bevor zum Abschluss
die Erinnerungsgaben sowie Meist- und Weitpreis vergeben wurden, hielt
Schirmherr Stadtrat Toni Böck seine Ansprache.
Nachdem 1980 der 1977 aufgestellte Maibaum aus Sicherheitsgründen erneuert
werden musste, nahmen bereits Anfang des Jahres die _Vermittler_ Josef Stephan
und Heinrich Kaltenegger mit dem Hause Wittelsbach Kontakt auf. Der _Bräu von
Kaltenberg_, Prinz Luitpold von Bayern, signalisierte sofort seine Bereitschaft,
dem Burschenverein einen entsprechenden Baum zu stiften.
Am 22. März 1980 fuhr eine achtköpfige Abordnung nach Kaltenberg, um die
abschließenden _Vertragsverhandlungen_ zu führen und den Baum auszusuchen. Eine
Woche später konnte man das _Wahrzeichen Aubings_ in die Heimat überführen. Wie
der Chronist berichtet, ließ Hans Seemüller den Baum beim Fällen in die falsche
Richtung fallen. Auch konnte ein von Prinz Luitpold gestifteter 3-Liter-Humpen
nur unter Aufbietung letzter Kraft erst nach zweimaligem Wechsel geleert werden.
Zuhause wurde der Baum im Anwesen des Metzger Hans gelagert. Dort sollte er in
Form gebracht und gestrichen werden. Leider wurde die Zeit zum Herrichten des _Stangerls_
durch einen Streich der Germeringer Burschen verkürzt. Am 7. April 1980 schlug
eine der schwärzesten Stunden des Aubinger Burschenvereins, als die Germeringer
Burschen im Morgengrauen den Baum entführen konnten. Nach zähen Verhandlungen
wurde der Baum gegen eine Auslöse von 2 Hektoliter Bier und Brotzeit für die
Maibaumdiebe am 11. April 1980 wieder in die Heimat zurückgebracht. Darauf
folgten noch gut zwei Wochen Kosmetik, ehe am 27. April 1980 ein Prachtstück von
einem Maibaum, 32 Meter lang, in Aubings Mitte aufgestellt werden konnte.
Nachdem aufgrund schleppender Vorverhandlungen bis zum Frühjahr 1981 kein
Festplatz zur Verfügung stand, entschloss man sich, das 75jährige Gründungsfest
im kleineren Rahmen des Aubinger Pfarrsaales zu begehen.
Hierzu wurden aus den eigenen Reihen auftrittswillige _Künstler_ gesucht und
gefunden. Unter Anleitung des allseits geschätzten Lehrers Herzinger und Franz
Fürst erfolgte am 24. Oktober 1981 die Premiere. Das unter Mithilfe von aktiven
und passiven Vereinsmitgliedern sowie deren besserer Hälften, dem Trommlercorps
Aubing und der Kapelle Wirth zustande gekommene Programm stand dem hochkarätiger
Künstler in nichts nach. Neben der Aufführung verschiedener Lieder und dem
Vortrag von Gedichten in bayerischer Mundart wurden ein viel belachtes
Theaterstück zum Besten gegeben und auch eine Vielzahl verdienter Burschen
geehrt.
Gruppenfoto aktive Burschen
Gruppenfoto passive Burschen
Das vierte Vereinsvierteljahrhundert
Im Jahre 1983 war neben den üblichen Aktivitäten auch wieder mal ein neuer
Maibaum aufzustellen. Hans Steber stiftete erneut den bislang längsten Maibaum
(40,4 Meter), der in dreiwöchiger intensiver Arbeit hergerichtet wurde. Am 24.
April 1983 wurden schon während der Aufstellungsarbeiten verschiedentlich
Zweifel an der Stabilität des Schmuckstücks geäußert. Doch allen Unkenrufen zum
Trotz stand der Baum innerhalb kurzer Zeit an seinem Bestimmungsort. Einer der
Anwesenden bemerkte - wie sich nachher herausstellte - treffend, _wos se guat
biagt, bricht ned leicht_.
Nach getaner Arbeit schritt man zum Freibier, das diesmal durch die
Spendenfreudigkeit verschiedener Aubinger Bürger mit 3 ½ Hektolitern besonders
reichlich floss. Im Vereinsjahr 1983/1984 fand ein für den Burschenverein
herausragendes Ereignis statt. Der Reis Mane, langjähriger 1. und 2. Vorstand,
Kassier und Schriftführer, mit einer Gesamtamtszeit von immerhin 14 Jahren
gedachte dem Junggesellendasein ein Ende zu bereiten und in den Stand der Ehe zu
treten. Am 26. Mai 1984 wurde er in der zur Kampfarena umfunktionierten
Maschinenhalle beim Metzger Hans aus dem Kreise der aktiven Burschen
verabschiedet. Die Aubinger Dorfstadlmusi spielte vor ca. 80 Gästen zur
Unterhaltung auf. Zu vorgerückter Stunde
Maibaumtransport 1986
kam mehrmals eine Polizeistreife, wegen angeblicher Ruhestörung von Mitbürgern
alarmiert, um die Lautstärke zu drosseln. Jedoch ließ sich die versammelte
Mannschaft, die lautstark alte Burschenlieder schmetterte, nicht aus der Ruhe
bringen. Daraufhin beendeten die Polizisten ihre erfolglosen Versuche und
feierten selbst mit. anlässlich der Generalversammlung am 6. Oktober 1984 wurde
in Anbetracht des für 1986 vorgesehenen 80jährigen Gründungsfestes die
Vorstandschaft ausnahmsweise für 2 Jahre ins Amt berufen. Der vom 1. Vorstand
Raimund Feht gebildete Festausschuss, dem 5 aktive und 5 passive Mitglieder
angehörten, begann unmittelbar darauf mit den Vorbereitungen der 80-Jahr-Feier.
Ausser der Ausrichtung der Jubiläumsfeier war für 1986 auch ein neuer Maibaum
fällig. Beides sollte organisatorisch unter einen Hut gebracht werden. Was lag
also näher, als - wie bereits mehrmals in der Vergangenheit - wieder an das Haus
Wittelsbach, hier in Person an Prinz Luitpold von Bayern, heranzutreten. Seine
königliche Hoheit war auch spontan bereit, die Schirmherrschaft für das Fest zu
übernehmen und den neuen Maibaum zu stiften. Am 5. April 1986 fuhren drei
Abordnungen des Burschenvereins zeitversetzt nach Kaltenberg, um das _Stangerl_
zu holen. Man begab sich mit versammelter Mannschaft zum Bräustüberl der
Schlossbrauerei Kaltenberg, wo Prinz Luitpold bereits mit einer Flasche selbst
gebrannten Frostschutzmittels aufwartete. Auch die von seiner königlichen
Hoheit spendierte zünftige Brotzeit und das Fassl Freibier schmeckten
vorzüglich.
Bevor der Baum am 27. April 1986 unter den Klängen der Jugendblaskapelle Aubing
und dem Beifall des anwesenden Publikums aufgestellt werden konnte, wurde er 3
Wochen lang auf dem _Glasbauer-Hof_ gelagert und aufpoliert. Zum 80jährigen
Gründungsfest bestand der Burschenverein Aubing aus 40 aktiven und 62 passiven
(darunter 5 Ehren-) Mitgliedern.
Zunächst stand das Fest unter keinem sehr glücklichen Stern. Vier Tage vor dem
Beginn traf die Burschen die Nachricht vom Tod ihres früheren Herbergsvaters
und geschätzten Gönners Georg Schmid zutiefst. Am 30. Mai 1986 nahm die
Fahnenabordnung des Burschenvereins mit einer Vielzahl von Mitgliedern Abschied.
Raimund Feht erwies ihm im Namen des Burschenvereins durch Kranzniederlegung
die letzte Ehre.
Das Gründungsfest selbst wurde trotz anfänglichem _Schnürlregen_ zu einem
vollen Erfolg. Die Aubinger-Neuaubinger Zeitung schrieb hierzu unter der
Überschrift:
_Sonnenschein zum Festzug_
_Aubing hatte wieder einmal ein großes Fest. Das 80jährige Gründungsfest der
Burschen einte alle. Das ausgewogene Festprogramm und der sehenswerte Festzug
am Sonntag gaben dem Jubiläum das verdiente Gepräge. Trotz des schlechten
Wetters war die Beteiligung der Bevölkerung beispielhaft, am Sonntag beim Umzug
war sie sogar für die Verantwortlichen überwältigend.
Allem Anschein nach ist es in Aubing festgeschriebenes Gesetz, dass es bei
Großveranstaltungen regnen muss. Offensichtlich hat man sich mit dieser
Naturgegebenheit bereits abgefunden, denn im Verlauf des Festes grantelten
eigentlich nur noch die Uneingeweihten über die Regengüsse. Ansonsten traf man
sich die ersten Abende im Bierzelt, wo seine königliche Hoheit, Prinz Luitpold
von Bayern, am Mittwochabend die erste Maß kredenzte. Sepp Folger und das
Trommlercorps Aubing sorgten hier für die nötige Stimmung. Am Fronleichnamstag -
es regnete wiederum - traten die unentwegten Burschen zum Schubkarrenrennen und
zum Sackhüpfen an. Eine Mordsgaudi, die Können und Geschicklichkeit erforderte,
die ausgesetzte Siegestrophäe, ein Schweinskopf, musste somit mühsam errungen
werden. Zu diesen beiden Sportarten muss noch gesagt werden, dass sie seit
Jahrzehnten zu den Jubiläumsbelustigungen gehören. Am Freitag unterhielt Paul
Adamek mit seinen Birkenwälder Musikanten und am Samstag war es dann soweit.
Hunderte von Besuchern rannten zum Festzelt, nicht nur, weil sie sich einen
guten Platz für den Festabend sichern wollten, sondern weil sie vor den
herabstürzenden Wassermassen flüchteten. Doch was macht schon so ein
Regenschauer,
das Festzelt füllte sich und mit sichtbarer Freude konnte Burschenvorstand
Raimund Feht seine zahlreichen Gäste begrüßen.
Bunt gefächert war das Programm, immer wieder lockerten Einlagen den Ablauf
auf. Besonderen Beifall erhielten natürlich das Trommlercorps Aubing, die
Alphornbläser aus
Bayerisch Zell, die Goaß_lschnalzer aus Großhöhenrain und nicht zuletzt die
Sänger der Aubinger Volksmusikfreunde. Großer Auftritt natürlich auch für die
Festkapelle Paul Wirth, die ihr Bestes gab.
Der erste Blick am Sonntagmorgen dürfte wohl für alle Aubinger der aus dem
Fenster gewesen sein. Wie wird das Wetter? Man traute sich ja schon gar nicht
mehr zu hoffen, aber das nahezu Unmögliche war eingetroffen. Es hatte zu regnen
aufgehört, Sonnenstrahlen kamen durch. Der Festtag war gerettet.
Nach dem Weckruf und dem Empfang der zahlreichen Vereine stellten sich
Gastgeber und Gäste zum Kirchenzug auf. Zuerst aber ging es noch zum
Kriegerdenkmal, um jenen, _die vor uns waren zu gedenken und ihnen zu danken_,
wie Raimund Feht bei seiner Gedenkrede sagte. Zuvor aber der Bayerische
Zapfenstreich. Zur Kranzniederlegung und zum anschließenden guten Kameraden
salutierte die Wolfratshauser Schützenkompanie.
Eindrucksvoll sodann der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Quirin. Dicht
gedrängt standen die Fahnenabordnungen um den Altar, restlos überfüllt war das
übrige Gotteshaus, als Pfarrer Alois Brem mit der liturgischen Feier begann.
Nach dem Mittagessen kam der dann wohl wichtigste Teil des Tages, der Festzug.
Bei strahlendem Sonnenschein stellten sich die über 50 Vereine in der
Georg-Böhmer-Straße auf. Unter den Klängen der Kapelle Paul Wirth, dem
Trommlercorps Aubing, dem Jugendmusikverein Aubing, der Blaskapelle
Schöffelding und dem Spielmannszug Kreuth setzte sich der Zug in Bewegung.
Durch das ganze Altaubing ging es, und als ein Zugteilnehmer beim Anblick der
begeisterten Zuschauermenge sagte: _Des san de Tog, wost oiß andere vergißt_, da
hat er sicherlich vielen aus dem Herzen gesprochen. Zu eindrucksvoll war aber
auch das Schauspiel, als sich die Gespanne, die Festkutschen und Vereine in
ihren Trachten durch den Ort bewegten. Hier ein ganz großes Lob auch den
Hausbesitzern für die festliche Beflaggung und den Fähnchen- und Blumenschmuck.
Bei der anschließenden Verleihung der Erinnerungsgaben im Festzelt ergriff auch
noch einmal der Schirmherr der Veranstaltung, Prinz Luitpold von Bayern, das
Wort. Er hob ganz besonders den engen Bezug der Aubinger Burschen zum Hause
Wittelsbach hervor und rief sie auf, weiterhin unermüdlich ihrer Tradition treu
zu bleiben.
Als man dann mit der Kapelle Paul Wirth zum gemütlichen Teil überging, war auch
für viele wieder die Stunde des Abschiednehmens gekommen, Abschied zu nehmen
von einem Verein, der zu seinem Jubiläum sein Bestes gegeben hat._
Eine Woche später begab sich der Burschenverein Aubing in großer Zahl nach
Schönau, um mit den dortigen Burschen deren 90jähriges Gründungsfest zu feiern.
Dort durfte man, begleitet durch das Aubinger Trommlercorps sogar den Festzug
durch Schönau anführen.
Am 3. April 1987 wurde der Freiflächenverein Aubing gegründet. Diesem Verein
gehört u.a. auch der Burschenverein Aubing an. Sinn und Zweck des
Freiflächenvereins ist das von Frau Beland vererbte 4.800 qm große Grundstück
am Germeringer Weg für gesellschaftliche Veranstaltungen, wie z.B. Vereins- oder
Dorffeste zu nutzen.
Völlig unerwartet verstarb am 12. August 1987 Ehrenvorstand Josef Stephan.
Eine Abordnung des Burschenvereins trug seinen Sarg zur letzten Ruhestätte.
Sowohl die aktiven als auch die passiven Mitglieder legten einen Gedenkkranz
nieder.
Der 1. Vorstand Helmut Mayer hielt die Trauerrede:
_Liebe Angehörige, werte Trauergemeinde!
Zutiefst traf uns die Nachricht vom unerwarteten Ableben unseres hoch verehrten
und geschätzten Mitglieds und langjährigen Ehrenvorstands, Herrn Josef Stephan.
Du, lieber Sepp, warst der Initiator, der 1949 den Burschenverein Aubing nach
seiner zwangsweise Auflösung 1936 wieder ins Leben rief.
Damals schon, gleich in den ersten vier schwierigen Anfangsjahren des
Burschenvereins, hast Du als 1. Vorstand die wichtigsten Richtlinien für den
Erhalt und das weitere Fortbestehen geschaffen.
Ich glaube sagen zu dürfen, dass der Burschenverein in Deinem damaligen Sinne,
über die folgenden Generationen hinweg geführt wurde.
Aufgrund dieser Verdienste wurdest Du bereits im Jahre 1952 zum Ehrenvorstand
ernannt. Auch über die Grenzen Aubings hinaus, knüpftest Du, lieber Sepp, die
immer noch währende Freundschaft des Burschenvereins mit dem Hause Wittelsbach.
Mit Dir geht nicht nur unser Ehrenvorstand, sondern auch ein Stück Aubing von
uns.
Lieber Sepp, wir werden Dich nie vergessen._
Am Samstag, dem 29. August 1987 wurde erstmals ein Stadelfest im Anwesen des
Metzger Hans veranstaltet. 90 Burschen mit Frauen fanden sich zu diesem Fest
ein, für das seine königliche Hoheit, Prinz Luitpold von Bayern, 2 Hektoliter
Freibier spendierte. Der durch die ausgebrochene Heiratswut verursachte Schwund
der aktiven Mitglieder konnte durch verschieden Neuaufnahmen nahezu ausgeglichen
werden. Auch im nächsten Vereinsjahr fanden wieder die üblichen Veranstaltungen
des Burschenvereins, Faschingsball, Maitanz und Heimatabend statt. Auf diesem
Heimatabend am 27. Mai 1989 wurde Manfred Reis in Dank und Anerkennung für
seine Verdienste um den Burschenverein Aubing zum neuen Ehrenvorstand ernannt.
Der Reis Mane kämpfte ob dieser Ehrung sichtlich mit den Tränen.
Am 12. Juni 1989 verstarb das langjährige Ehrenmitglied Herbert Heigl. Der
_Hitze_, wie er von seinen Freunden liebevoll genannt wurde, war seit der
Wiedergründung im Jahre 1949 Mitglied beim Burschenverein Aubing. Er war
unzweifelhaft eines der wenigen Aubinger Originale, er wird unvergessen bleiben.
Am Tag nach dem Stadlfest bei Familie Seeholzer wurde das 80jährige
Gründungsfest des Patenvereins, der Anzinger Burschen besucht. Die Aubinger
Burschen schlugen sich in Anbetracht dessen, dass am Vorabend doch sehr
ausgiebig gefeiert worden war, sehr wacker. Als letzter noch anwesender Verein
wurden sie mit dem Bayerischen Defiliermarsch aus dem Festzelt gespielt.
Auf der am 5. Oktober 1990 stattfindenden Generalversammlung wurde ein Gremium
zur Erstellung einer neuen Vereinssatzung gebildet, da in Bezug auf den
Freiflächenverein eine Satzung erforderlich wurde, die auch bei Bedarf den
Erfordernissen für einen eingetragenen Verein genügt. Dieses Gremium, bestehend
aus 4 aktiven und 3 passiven Mitgliedern machte sich an die Arbeit, die alten
Unterlagen zu studieren und den gestellten gesetzlichen Vorgaben gerecht zu
werden.
Pünktlich zur Jahreshauptversammlung am 4. Oktober 1991 konnte die neue Satzung
und auch eine neue Vereinsordnung den Mitgliedern vorgestellt werden.
Die Aubinger-Neuaubinger Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom
24./25. Oktober 1991 vom 85jährigen Bestehen des Burschenvereins Aubing unter
der Überschrift
_Guat san_s beinand_
_Stolze 85 Jahre alt geworden ist in diesem Jahr der Aubinger Burschenverein.
Im Pfarrsaal St. Quirin wurde dieser Geburtstag mit einem Bayerischen Abend
gefeiert. So eine Feier _ganz unter sich_ hat auch seine Vorzüge.
15 Burschen trafen sich am 27. April 1994 um 10 Uhr abends bei Thomas Fürst, um
eine Lagebesprechung abzuhalten. Der Maibaum des Hasen- und
Kaninchenzüchtervereins Aubing sollte entführt werden. Kurz vor Mitternacht
machten sich die Aubinger Burschen auf den Weg zum Vereinsheim der _Haserer_ um
das Gelände zu erkunden. Beim Abtransport des gestohlenen Gutes mussten sie den
Baum einige Male ins Gras werfen, weil Feinde vermutet wurden. Die sich
anschließenden Auslöseverhandlungen führten schnell zu einem Ergebnis. Die _Haserer_
spendierten Freibier und Brotzeiten für die _Diebe_ auf ihrem _Haserer-Fest_.
Am 30. April 1994 wurde erstmal wieder eine Maifeier im größeren Stil
veranstaltet. Vor dem _Zwickl_ war ein Bierzelt für 400 Gäste aufgestellt. Für
die Veranstaltung konnten 600 Karten abgesetzt werden, wobei 200 Gäste im Freien
hinter dem Zelt Platz nehmen mussten. Bei schönem Wetter tat dies der Stimmung
jedoch keinen Abbruch. Das Gleißental-Sextett heizte allen Anwesenden kräftig
ein.
Anlässlich der am 7. Oktober 1994 stattfindenden Generalversammlung wurde auch
der Festausschuss für das 90jährige Gründungsfest des Burschenvereins berufen.
Als Vorsitzender des Festausschusses wurde Helmut Mayer bestimmt. Weder sein
kurz darauf stattfindender Polterabend noch seine Heirat am 22. Oktober konnten
ihn in seinem Tatendrang für den Verein bisher bremsen.
Am 7. April 1995 wurde erneut der Maibaum der _Haserer_ gestohlen. Die
besondere Würze dieser Tat liegt darin, dass der 1. Vorstand des Hasen- und
Kaninchenzüchtervereins gleichzeitig Ehrenvorstand des Burschenvereins ist.
Manfred Reis war dementsprechend _sauer_ auf seine Burschen, weil sie ihm dies
angetan hatten. Auch einigen Spott musste er sich gefallen lassen, so fragte ihn
einer der passiven Mitglieder _ob man das Stangerl nicht behalten dürfe, man
bräuchte doch noch ein paar Stangen zum Aufstellen des eigenen Maibaums_.
Derartige Anfragen ließen beim _Mane_ die Halsader anschwellen. Nach einigem
Hin und Her konnte ihn der _Samer-Hans_ doch noch von der alten Tradition
überzeugen und die Wogen glätten.
Wie es üblich ist, besuchte der BV Aubing auch im Jahr vor dem großen Jubiläum
die Vereinsjubiläen der anderen Burschenvereine. Vom Chronisten genannt wurden
das 85-jährige Gründungsfest des BV Oberpframmern, das 90jährige Jubiläum des BV
Großaitingen sowie das 90jährige Gründungsfest des BV Brennberg. Wie es sich für
solche Feierlichkeiten gehört, liefen auch diese stets feucht-fröhlich ab.
Im März 1996 fand dann das Patenbitten beim BV Anzing im Osten von München für
das 90jährige Gründungsfest des BV Aubing statt. Dazu hatten die Bittenden
einige Prüfungen zu bestehen, bevor die Patenschaft angenommen wurde und in den
gemütlichen Teil übergegangen werden konnte. Wie schon im Vorjahr begab sich der
BV Aubing auch im Jubiläumsjahr zu verschiedenen anderen Gründungsfesten. Dies
war nur selbstverständlich, schließlich sollten auch möglichst viele Vereine
nach Aubing zu den Feierlichkeiten kommen. Erwähnt wurden dabei die Ausflüge
nach Mammendorf, Höslwang, Hörpolding, Neufinsing, Schönau und Hohenkammer.
Der Ausflug nach Höslwang wurde zusammen mit dem BV Anzing unternommen, wobei
es bei der Rückfahrt offenbar zu einer Meinungsverschiedenheit kam, sodass es
der Schriftführer vorzog, vorzeitig aus dem Bus auszusteigen und alleine die
Rückfahrt mit der S-Bahn anzutreten. Der Ausflug nach Hörpolding fand seinen
Höhepunkt offenbar darin, dass Schapsverkäuferinnen abgefüllt wurden, um sich im
Anschluss rührend um sie zu kümmern. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Die Vereinskrüge von 1912, 1921 und 1996
Vom 06.-08. September 1996 war es dann soweit: Der Burschenverein Aubing feierte
sein 90jähriges Gründungsfest.
Am 06. September wurde eine Zeltparty mit der _Spider Murphy Gang_
veranstaltet. Die 2500 Karten dafür waren schon nach kurzer Zeit Vorverkauf
vergriffen. Am Abend selbst kam es aufgrund des überwältigenden Besucheransturms
zu Problemen bei der Sitzplatzverteilung, die aber glücklicherweise rasch gelöst
wurden. sodass um 20.45 Uhr das Konzert vor ausverkauftem Haus beginnen konnte.
Am Samstag, 07. September fand der traditionelle Festabend statt. Durch den
Abend führte Franz Fürst. Auf dem Programm standen die Ansprachen des
Schirmherrn Stadtrat Helmut Pfundstein, des 1.Vorstands Thomas Fürst, des
Ehrenvorstands Manfred Reis sowie des Festausschussvorsitzenden Helmut Mayer. Im
Anschluss folgten Ehrungen und Einlagen von Goaßlschalzern, des Aubinger
Trommlercorps und der Gstanzlsänger Josef Preis und Franz Fürst. Musikalisch
untermalt wurde der Abend von der Aubinger Dorfmusik. Bei den Burschen kam auch
die soziale Komponente nicht zu kurz. Zu Gunsten der Behinderteneinrichtung
_Helfende Hände_ wurde eine Tombola veranstaltet. Der Erlös von 2.500,- DM kam
dieser voll zugute.
Der Höhepunkt der Festlichkeiten war Sonntag, 08. September 1996. Der Festtag
begann mit dem Weckruf um 7.00 Uhr, bevor ab 8.00 Uhr die Vereine mit den
Aubinger Musikanten begrüßt wurden. Der anschließende Kirchenzug führte über das
Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegung zur Pfarrkirche St. Quirin. Im Anschluss
daran konnten sich die Festteilnehmer im Festzelt stärken, bevor es dann zum
Festzug durch Aubing ging. Dieser war, laut Chronist, überaus feierlich
gestaltet, mit mehreren Kapellen, Kutschen und Festwägen. Danach folgte die
Fahnenparade und die Vergabe des Weit- und Meistpreises, bevor das Fest
feucht-fröhlich ausklang.
Im Oktober 1996 fand die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Es folgt
eine Eintragung über einen Zwei-Tages-Ausflug zu dem 90jährigen Jubiläum des BV
Raigering. Dabei begab sich eine gemischte Gruppe von aktiven und passiven
Mitgliedern des Burschenvereins mit einem Schlenker über Kloster Weltenburg nach
Raigering, um die Zeltparty am Vorabend des großen Festtags auch noch
mitzuerleben. Der Abend war sehr lustig und endete für einzelne Mitglieder mit
einer Vertiefung der Beziehungen zwischen den Ortschaften Aubing und Raigering.
Der Festtag selbst hatte den üblichen Ablauf mit Kirchenzug, Gottesdienst,
Festzug und Preisverleihung. Leider wurde dem BV Aubing der Weitpreis verwehrt,
da ein Burschenverein aus dem Gebiet um den Wendelstein einen noch weiteren
Anfahrtsweg hatte.
Bis zur nächsten Burschenveranstaltung folgten die jährlichen
Pflichtveranstaltungen für die Fahnenabordnung des Burschenvereins, der
Volkstrauertag und Sebastiani, dem Schutzheiligen Aubings.
Im Januar 1998 veranstaltete der BV Aubing wieder seinen berühmt-berüchtigten
Faschingsball. Das Prinzenpaar, Fürst Sepp jr. und Sonja, eröffnete schwungvoll
den Ball. Die Stimmung war bestens, was wohl auch mit der brechend vollen Bar zu
tun hatte.
Im April 1998 war es wieder Zeit, einen neuen Maibaum nach Aubing zu holen,
nachdem der alte im November umgelegt und zu Gunsten des BV stückweise an den
Meistbietenden verkauft wurde. Dran glauben musste eine Fichte aus dem
Ammerland, die aber auf ihrer Reise nach Aubing einige Meter an Länge einbüßte.
Dennoch handelte es sich noch immer um einen stattlichen Maibaum, den es gut zu
bewachen galt. Dies zeigte sich, als eines Nachts tatsächlich 60 Mann anrückten,
um den Maibaum zu stehlen.
Der wachsamen Wachmannschaft ist es aber zu verdanken, dass der Baum durch
gewagte Manöver verteidigt und am 1. Mai schließlich feierlich aufgestellt
werden konnte.
Es folgten Fronleichnam, Einladungen zum Dorffest der Germeringer Burschen und
zum Seefest der Unterpfaffenhofener Burschen, sowie der Polterabend mit darauf
folgender Hochzeit von dem langjährigen Mitglied Robert Malterer.
Im Oktober 1998 fand die alljährliche Jahreshauptversammlung im Vereinslokal
_Zum Burenwirt_ statt. Jedoch war der BV in diesem Jahr gezwungen, mit normalen
Tischen, statt des abgetrennten Saals, Vorlieb zu nehmen, da der Wirt offenbar
unter Alzheimer litt. Trotzdem konnten die anstehenden Neuwahlen durchgeführt
werden, welche Sepp Fürst jr. zum neuen Vorstand des Burschenvereins ernannten.
Ende Oktober war es schließlich wieder soweit, die Maibaumfiguren abzunehmen und
ins Winterlager zu bringen. Der Zahn der Zeit nagt auch so schon genug an ihnen.
Ende Januar 1999 hatte Aubing wieder einen Höhepunkt zu verzeichnen, den
Burschenfasching. Den Ball eröffnete das Prinzenpaar Christian Schaller und
Caecilia. Die Stimmung war sehr gut, kochte aber geradezu, als das
Burschenquartett Fürst Sepp jr., Kalle Schäffer, Richard Strixner und Joachim
Hofbauer als _fein koordiniertes YMCA-Balett_ auftrat.
Da die Besucher des Burschenballs einige Zeit brauchten, um sich zu erholen,
wurden erst im April 1999 die Maibaumfiguren wieder auf Hochglanz gebracht. Nur
durch Zufall konnte ein größeres Unglück vermieden werden, da es Leute gibt, die
trotz Öllachen, Fässern mit Nitroverdünnung etc, es nicht lassen können, _Eine
zu rauchen_. Nachdem diese Renovierungsaktion geschafft war, konnten die Figuren
am 24. April wieder am Maibaum befestigt werden und sich wieder in ihrer ganzen
Pracht zeigen.
Beim Herbstfest 1999 veranstaltete der BV wieder eine Zeltparty, diesmal mit _Wipe
Out_. Wie könnte es anders sein, kam es schon vorab zu Meinungsverschiedenheiten
mit dem Wirt, die sich auf Lautstärke und Bar bezogen. Jedoch konnten auch diese
gelöst werden, sodass es zu einer erfolgreichen und stimmungsvollen Party kam.
Um 23.00 Uhr aber war Schluss und der Wirt griff mit seinen Sicherheitsleuten
durch die, laut Chronist, _ebenso gefährlich waren wie sie aussahen_.
Am 11.-12. September 1999 machte sich der BV Aubing zum Patenverein Anzing auf,
um mit ihm das 90jährige Gründungsjubiläum zu feiern. Da es sich um den
Patenverein handelte, war der BV Aubing auch mit einer starken Gruppe vertreten.
Plötzlich aufkommende Fragen nach den Übernachtungsmöglichkeiten wurden dadurch
beantwortet, dass man schließlich durchgehend im Zelt verblieb und somit den
Weckruf hautnah miterleben konnte.
Seit diesem Jubiläum hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Anzingerinnen recht
anspruchsvoll bezüglich ihrer Partnerwahl seien, keiner weiß jedoch, woher das
Gerücht stammt.
In der Monatsversammlung im Januar 2000 kam es zu einer Festlegung der
Faschingsprinzen für die nächsten fünf Jahre. Diese Reihenfolge wurde dann auch
bis zum Jahr 2005 eingehalten, als sich der festgelegte _Prinz_ lieber für die
Zahlung von 250,- € entschied, als Faschingsprinz zu sein.
Im Januar fanden die Aubinger wieder zu Sebastiani in die Kirche und die Karten
für den Faschingsball reißenden Absatz, so dass es bald hieß: _Ausverkauft!_
Am 12. Februar 2000 war es dann wieder soweit und das Prinzenpaar Thomas
Seemüller und Tanja eröffneten traditionell den Ball, der wieder ein voller
Erfolg wurde, mit einem Wiener Walzer.
Im Mai 2000 bekam der Burschenverein von der Firma Preis einen ausgedienten
Bauwagen geschenkt. Nicht ausgedient hatte dieser aber für den BV. Kurze Zeit
später wurde nämlich schon mit der Renovierung des Bauwagens begonnen. Er sollte
schließlich irgendwann einmal als Wachstube für die Maibaumwache dienen.
Außerdem feierte im Mai 2000 unser Ehrenvorstand Manfred Reis seinen 50.
Geburtstag.
Im August folgte das alljährliche Stadelfest, das traditionell im Fürst-Hof
gefeiert wurde. Dort gab es nicht nur gutes Essen, sondern auch Ehrungen für
besonders lange Mitgliedschaft im Burschenverein.
Im Oktober wurde der Jahrestag des BV in St. Quirin mit einer Messe begangen
und Ende des Monats der Maibaum umgelegt. Glücklicherweise konnte sich der BV
gegenüber der Berufsfeuerwehr durchsetzen, die auf eine etwas unkonventionelle
Art plante, den Maibaum samt Figuren umzulegen.
Im Dezember 2000 sollte der BV einige Probleme mit dem Christbaum bekommen, der
am Kriegerdenkmal aufzustellen war. Dieser war mit ca. 10m grösser ausgefallen
als erwartet und bereitete dementsprechende Schwierigkeiten.
Am 03. Februar 2001 war es wieder soweit, der Faschingsball wurde vom
Prinzenpaar Kalle Schäffer und Maria eröffnet. Unter dem Motto _Wild-Wild-West_
wurde auch diesmal kräftig gefeiert und mit der Prinzenbrotzeit erst früh in den
Morgenstunden beendet.
Danach folgten im Jahresablauf der Skiausflug und die Vorbereitungen für den
neuen Maibaum. Bevor dieser aber auserkoren und nach Aubing gebracht werden
konnte, musste erst der Bauwagen für die Maibaumwache fertig gestellt werden.
Danach wurde der, von Adolf Strixner sen. gestiftete Baum, nach Aubing gefahren,
beim Samer gelagert und auf Hochglanz gebracht, um ihn am 1. Mai stolz zu
präsentieren.
Unter großer Anteilnahme der Aubinger Bevölkerung wurde der Maibaum nach alter
Tradition mit _Schwalben_ und Muskelkraft aufgestellt. Das Kommando hatte wie
immer unser Ehrenvorstand _Sir_ Reis. Nach getaner Arbeit konnten sich die
Mitglieder des BV dann auch zu den vielen anderen Feiernden begeben, die es sich
im Hof vom Hotel Grünwald und auf der Schwemmstraße gemütlich gemacht hatten, um
zu feiern.
Am 14.Juli 2001 fand dann das nächste Großereignis statt, das 1. Aubinger
Weinfest. Der dazu extra eingesetzte Festausschuss beschloss, T-Shirts mit der
Aufschrift _Burschenverein Aubing_ anfertigen zu lassen, was bei den Gästen sehr
gut ankam. Obwohl es das erste Fest dieser Art in Aubing war, konnte man
insgesamt meinen, die Organisatoren wären darin eingespielt, so gut klappte
alles.
Im August folgte das jährliche Stadelfest. Auch in diesem Jahr wurden wieder
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften vorgenommen.
Im Januar 2002 konnte das Prinzenpaar Andreas Huther und Caro, nach den
üblichen Vorbereitungen, den Faschingsball mit der Band _Original Isarwinkler_
eröffnen.
Am 23. Februar 2002 stand wieder einmal der Skiausflug des BV Aubing an. In der
Früh um 6.30 Uhr war Treffpunkt um tatsächlich, um 6.45 Uhr ging es auch schon
los Richtung
Scheffau. Nach einem langen und schönen Skitag begab man sich dann zum Ausklang
noch in die _Lüftn_.
Im Mai 2002 bekam der BV vom THW München-West in der Ubostraße einen alten
Bautoilettenwagen angeboten, den sie zuvor selbst geschenkt bekamen. Nach
sorgfältiger Begutachtung entschloss man sich, dieses Geschenk anzunehmen. Kurze
Zeit später wurde dann mit der Renovierung begonnen, wobei vor nichts Halt
gemacht wurde. So wurde der Wagen komplett entkernt und neu eingerichtet, so wie
er heute dasteht. Da zeigte sich wieder die gute Kameradschaft der aktiven und
passiven Mitglieder.
Am Samstag, 13. Juli 2002 fand das 2. Aubinger Weinfest statt. Obwohl das Wetter
absolut nicht mitspielte, konnte dies der Stimmung keinen Abbruch tun. Somit
wurde das Fest wieder ein voller Erfolg.
Wie schon die Jahre zuvor, fand im August das Stadelfest mit den Ehrungen für
langjährige Mitglieder statt.
Im Oktober 2002 kamen die Mitglieder des Burschenvereins zur
Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen in der Vereinsgaststätte _Zum Burenwirt_
zusammen.
Im Februar 2003 konnte die neue Vorstandschaft um den 1. Vorstand Manfred
Strixner gleich ihr Organisationstalent bei der Organisation des Faschingsballs
unter Beweis stellen. Dieser lief, dank mehrerer Einlagen, wieder ebenso
schwungvoll ab wie der Eröffnungswalzer des Prinzenpaares Richard Strixner und
Michaela.
Am 18. Mai 2003 wurde ein Ausflug zum 90jährigen Vereinsjubiläum des BV
Walpertskirchen unternommen. Da dazu nur sehr wenige Mitglieder erschienen,
wollte man es eine Woche später beim 100jährigen Jubiläum des BV Kirchheim
natürlich besser machen. Zumindest etwas besser war es.
Vom 18.-20. Juli 2003 fand erneut das Aubinger Weinfest statt, diesmal aber an
einem anderen Veranstaltungsort. Um die Belastung der Vereinsmitglieder zu
verringern, entschloss man sich dazu, das Fest gemeinsam mit dem THW
München-West auf dem Gelände des THW zu veranstalten. Einen Tag vor Beginn wurde
der BV aber ein Opfer der Mühlen der Landeshauptstadt München. Erst durch die
Anstrengungen unseres örtlichen Stadtrats Helmut Pfundstein konnten wir eine
erneute Genehmigung erlangen. Da das Wetter wieder mitspielte, wurde das Fest
ein voller Erfolg.
Nach dem Stadelfest im August folgte am 6. September das Aubinger Herbstfest.
Dieses Jahr wurde wieder die Zeltparty am Samstag vom BV gestaltet. Es spielten
die _Cagey Strings_ auf und sorgten für eine Superstimmung. Am selben Tag
besuchte die Vorstandschaft gleichzeitig die Hochzeit unseres Mitglieds Fürst
Sepp jr.
Beim Burschenfasching am 31. Januar 2004 mit dem Motto _Ice Age_ ging es
ebenfalls hoch her. Nachdem der Ball durch das Prinzenpaar Wolfgang
Lampertsdörfer und Isabella eröffnet wurde, kam Stimmung auf, die ihren
Höhepunkt in der Einlage fand, bei der ein _Gesang-Casting_ (_Aubing sucht den
Superstar_) aufgeführt wurde und die beiden Gewinner mit einem _Plattenvertrag_,
einer Steinplatte mit Aufschrift, belohnt wurden.
Am 3. April kam der neue Maibaum nach Aubing. Da es sich dabei um den Maibaum
handelte, der auch zum 100jährigen Jubiläum des Burschenvereins noch stehen
würde, wurde er besonders gut ausgesucht, vorbereitet und bewacht.
Am 1. Mai 2004 war es dann soweit. Nachdem der Maibaum von seinem
Aufbewahrungsort der letzten Wochen zu seinem Standplatz gebracht wurde, folgten
unter, trotz schlechten Wetters, reger Anteilnahme der Bevölkerung das
Aufstellen des Maibaums auf die traditionelle Weise. Im Anschluss wurde der
schönste Maibaum weit und breit gebührend gefeiert.
Ebenso gefeiert wurde beim 100 jährigen Vereinsjubiläum des Burschenvereins
Aying am 9. Mai 2004, wohin der BV Aubing mit einer Abordnung fuhr.
Nur einen knappen Monat später, am 6.Juni 2004, beging der BV Ismaning
feierlich sein 110jähriges Jubiläum und der BV Aubing war natürlich mit einer
Gruppe von Mitgliedern dabei.
Das Weinfest am 24. Juli 2004 fand wieder an seinem ursprünglichen
Veranstaltungsort, dem Schulhof der Gotzmannschule, statt. Obwohl es lange Zeit
regnete und die Gäste entsprechend spät eintrudelten, war es für den BV Aubing
wieder ein voller Erfolg.
Am 08. Oktober 2004 fand in der Vereinsgaststätte _Burenwirt_ die
Jahreshauptversammlung mit Wahl der _Jubiläumsvorstandschaft_ (1. Vorstand:
Sebastian Kriesel, 2. Vorstand: Robert Weber, Hauptkassier: Harry Buser (ab 2005
Stephan Strixner), Schriftführer: Michael Mayer) statt.
Der Faschingsball des Burschenvereins am 22. Januar 2005 wurde durch das
Prinzenpaar Harald Buser und Stephie eröffnet. Dabei zeigte sich, dass auch der
Wiener Walzer gelernt sein will. Auch gelernt sein muss die Rolle des
Auktionators, der Richard Strixner aber voll gerecht wurde, als er das
Strumpfband der Prinzessin versteigerte.
Am Tag darauf folgte Sebastiani und zwei Wochen später der Skiausflug ins
Brixental. Der Gottesdienst zu Sebastiani war für die Fahnenabordnung besonders
schwer zu ertragen, da ja der Faschingsball seine Opfer forderte.
In der Zeit bis zum ersten Burschenausflug des Jahres wurden die üblichen
Arbeiten, Maibaumfiguren streichen und am Maibaum anbringen, getätigt.
Am 05. Mai 2005 schließlich feierte der BV Hohenschäftlarn sein 100 jähriges
Vereinsjubliäum und der BV Aubing beschloss, dem feiernden Burschenverein die
Ehre zu erweisen.
Fast hätte der Ausflug fatal für die Fahne geendet, da es immer noch Fähnriche
gibt, die nicht in der Lage sind, ein Gewinde so zuzuschrauben, dass man es im
Nachhinein auch wieder aufbringt. Da hilft nur noch Gewalt!
Der nächste Höhepunkt war der Zweitagesausflug zum 45 jährigen Vereinsjubiläum
des BV Steinsberg in der Oberpfalz vom 04.-05. Juni 2005. Dort wurde auf das
ausgiebigste gefeiert und seitdem kennt wohl jeder in dieser Gegend den BV
Aubing. Es wird sich bei diesem Jubiläum, hier in Aubing, zeigen, ob die
geknüpften Kontakte Bestand haben. Mal schauen, wer hier den Weitpreis bekommt.
Einen guten Monat später fand das 75 jährige Gründungsfest des BV
Adelshofen-Aschelried in der Holledau statt. Diesmal ging der Weitpreis aber
nicht nach Aubing, sondern knapp an einen anderen Verein.
Weiterer Höhepunkt jeden Jahres ist das Weinfest. Vom 22.-23. Juli 2005 fand es
diesmal wieder im Schulhof der Gotzmannschule statt. Nachdem der Aufbau, dank
kräftiger Mithilfe aktiver und passiver Burschen, schnell erledigt war, konnte
am Freitagnachmittag mit dem Fest begonnen werden. Die Stimmung war sowohl am
Freitag als auch am Samstag sehr gut und der Ansturm groß.
Bevor Ende August 2005 das Stadelfest mit den Ehrungen anstand, vertrat die
Fahnenabordnung den Burschenverein bei der 525 jährigen Kirchweih der
Pfarrkirche St. Quirin mit gleichzeitigen Abschied des Pfarrers Pater Joseph.
Bei der Zeltparty des BV Aubing auf dem Herbstfest spielten am 03. September
die _Blechblosn_ auf. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, ebenso
gingen auch die Meinungen über die Musik auseinander. Obwohl die Feier im
Anschluss an die Zeltparty noch in der _Pretzfelder Lüftn_ weiterging, machte
sich schon am nächsten Tag eine kleine Abordnung des BV Aubing auf nach Raisting,
zum 100 jährigen Vereinsjubiläum des BV Raisting. Trotz Anfangsschwierigkeiten,
die Mitglieder wach zu bekommen, war es ein gelungener Ausflug, der nur etwas
unter der Müdigkeit der Ausflügler litt. Dies konnte aber offensichtlich gut
verborgen werden, anders kann man sich sonst nicht den Ausspruch eines
Raistinger (_Vui sans ned, dafir umso besser! Wia a Aubinger Stier, had ma
friara gsagt!_) erklären.
In der Jahreshauptversammlung vom Burschenverein Aubing am 07. Oktober 2005
wurde ein neuer Kassier gewählt, weil es der vorherige aus beruflichen Gründen
nicht mehr schaffte.
Am 22. Oktober fand dann die alljährliche Messe des Burschenvereins in der
Pfarrkirche St. Quirin statt. Erstmals seit Jahren fand auch wieder eine größere
Anzahl von aktiven und passiven Burschen in die Kirche zu dieser Messe. Sie
dient schließlich der Erinnerung an die verstorbenen Burschen und der Bitte um
ein gutes Jahr.
Zu den Feierlichkeiten zum 100 jährigen Jubiläum des Obst- und Gartenbauvereins
am 30. Oktober 2005 war der Burschenverein Aubing mit der Fahnenabordnung
vertreten.
Der Rest des Jahres 2005 verging mit den üblichen Beschäftigungen, wie
Maibaumfiguren abnehmen, Christbaum aufstellen etc. Schließlich mussten die
Kräfte für das Jubiläumsjahr 2006 aufgespart werden.
Dieses hatte auch schon einen überragend guten Anfang mit dem Faschingsball des
Burschenverein Aubing am 18. Februar 2006. Den Ball, mit dem Motto _Hawaii_,
eröffnete das Prinzenpaar Michael Mayer und Angela mit einem schwungvoll aufs
Parkett gelegten Wiener Walzer. Im Laufe des Abends gab es eine Einlage von
Mitgliedern des Burschenverein Aubing, verkleidet als hawaiianischer
Burschenverein, die eine Jungfrau als Geschenk überbrachten. Diese Einlage
sorgte für schallendes Gelächter im Saal. Ebenfalls nicht zu übertreffen war
auch die Einlage des Männerballetts Alling, die eine Tanzeinlage aufführten.
Musikalisch gestaltet wurde der Ball von der Band _Magix_, die sich souverän der
Stimmung im Saal anpassten. Auch angepasst hat sich die Belegschaft der Bar, da
nicht einmal diese mit einem so großen Ansturm gerechnet hatte.
Hiermit endet die Chronik des Burschenvereins Aubing vorerst. Den Mitgliedern
des Burschenvereins ist es zu verdanken, dass es in Aubing noch Anlässe gibt,
bei denen Mitglieder und Nichtmitglieder, Alt und Jung, zusammen tanzen und sich
unterhalten.
Wollen wir hoffen, dass es noch lange vom Burschenverein und solchen
Veranstaltungen in unserer Heimat Aubing zu berichten gibt.
Aubing - dörfliche Heimat in der Großstadt
Aubinger Boden ist uralter Siedlungsboden. Das Isartal ist nachweisbar seit der
Jungsteinzeit, um 2000 v.Chr., besiedelt. Funde an der Aubinger Lohe, früher
Faistenlohe (fette Lohe wegen des hervorragenden Bodens) bestätigen, dass hier
bereits in der frühen Bronzezeit (1800-1550 v. Chr.) Menschen lebten. Zahlreich
sind die Spuren aus der Kelten- und Römerzeit.
Der Name Aubing geht zurück auf den Sippenführer Ubo. Ursprünglich ist der von
ihm gegründete Ort Ubingum, später Ubingen, dann Aubingen und schließlich Aubing.
1938 wurde in Aubing an der Bergsonstraße, einige hundert Meter östlich der
Ortsmitte (Maibaum) der größte vorchristliche Bajuwarenfriedhof südlich der
Donau mit über 900 Gräbern entdeckt.
Urkundlich wird Aubing zwar erst 1010 zum ersten Mal erwähnt, zweifellos war
Aubing jedoch bis Ende des 19. Jahrhunderts Hauptort des heutigen Münchner
Westens. Die Pfarrei St. Quirin war, wie aus alten Urkunden hervorgeht,
jahrhundertelang die Mutterpfarrei vieler Pfarreien des Würmtals um Pasing.
Aubing gehörte fast 400 Jahre zum Kloster Ettal. In der wohl ältesten Matrikel
aller deutschen Bistümer, die 1315 unter Bischof Konrad III. für das Bistum
Freising angelegt wurde, steht die Pfarrei mit den Filialen Pasing, Pipping,
Allach, Ober- und Untermenzing und Laim mit den Grabstätten verzeichnet. Zum
Aubinger Pfarrbezirk, dessen Größe das frühere Aubinger Pfarrhaus andeutete,
gehörten 10 Filialkirchen, die sich erst im 19. und 20. Jahrhundert von der
Mutterpfarrei lösten.
Das altehrwürdige Gotteshaus, dessen Patron der Märtyrer Quirin ist, steht auf
Fundamenten eines karolingischen und romanischen Baus (8. bis 14. Jahrhundert
n.Chr.). Die alte Kirche fiel, mit Ausnahme des Turms, 1422 der Brandschatzung
durch Soldaten Herzog Ludwigs des Gebarteten bei der Schlacht von Alling zum
Opfer. Die ganze Ortschaft versank damals in Schutt und Asche. Der Brand war,
wie Historiker berichten, bis München zu sehen. Auch im 30jährigen Krieg litt
Aubing schwer.
Viele kleine Bauern mussten in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts ihren Hof
aufgeben. Von den etwa 100 landwirtschaftlichen Betrieben, die 1850 in Aubing
gezählt wurden, waren in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts noch 70 übrig
geblieben. Noch 1932 zählte die Gemeinde etwas über 3000 Einwohner.
Der alte Ort Aubing hat sich in den letzten Jahren nur wenig vergrößert. Jedoch
ging die Zahl der landwirtschaftlichen Gehöfte gegenüber den 30er Jahren
erheblich zurück. So gibt es im Jahre 2006 nur noch einige landwirtschaftlich
genutzte Betriebe, die mehr oder weniger vorwiegend Ackerbau, Milchwirtschaft
und Bullenmast betreiben. Alte Tradition ist jedoch in vielen Vereinen in Aubing
nach wie vor lebendig. Die Aubinger wissen, was sie an ihrer Heimat haben und
sind stolz auf sie, und das trotz der Eingemeindung nach München im Jahr 1942.
Die alte Aubinger Kirche ist das Wahrzeichen der Ortschaft. So wurde letztes
Jahr die 525jährige Kirchweih gefeiert. Der Turm ist sogar noch älter, er stammt
aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert.
Neuaubing, die junge Tochter der früheren Gemeinde Aubing, hat an Einwohnerzahl
Altaubing längst überholt. Aubinger Bürger, deren Vorfahren seit Jahrhunderten
diese Scholle bebauten, haben sich mit den neu angesiedelten und _zugereisten_
Bürgern zu einer Gemeinschaft zusammengefunden und bekunden immer wieder, dass
Heimat auch in unserer Zeit kein leeres Wort, sondern Teil der Lebenserfüllung
ist.
Diesen Abschnitt der Festschrift über unserer Heimat Aubing, dem Dorf in der
Großstadt, möchten wir mit dem heute noch weitgehend gültigen Schlussteil des
Buches von Josef Steinbacher aus dem Jahre 1914 _Aubing, Pfarrdorf bei München_
beschließen:
_Der Wandel der Zeiten pflegt sich auf dem Lande gemeiniglich nicht so
bemerkbar zu machen, als wie in den Städten mit ihren wechselvollen
Erscheinungen auf allen Gebieten menschlichen Schaffens. Daher ist auch das Land
ein unversiegbarer Born für alle jene, die sich zur Aufgabe gesetzt haben, den
Spuren der kulturellen Entwicklung unseres Volkes im Allgemeinen und dem
Werdegang eines begrenzten Gebietes im Besonderen nachzugehen. Wenn auch in den
Dörfern fast überall das Alte fiel und neues Leben aus den Ruinen spross, so
schimmert doch die altgewohnte Vergangenheit noch so lebhaft
durch den Schleier der Gegenwart, dass es nicht schwer erscheint, das ganze Bild
der Entwicklung zu entrollen.
Ein Dorf in der Nähe einer Großstadt macht naturgemäß rascher Wandlungen durch
als ein entlegenes Dörfchen. Auch Aubing liegt im magnetischen Felde der
Kulturzentrale Bayerns, und kann sich demnach dem mächtigen Einflusse dieser
Kraft nicht entziehen. Schon die ungeheuer rasche Bevölkerungszunahme von 1.635
Einwohnern nach der Volkszählung im Jahre 1905 auf 2.645 des Jahres 1910 lässt
den Großstadteinluss nur zu deutlich erkennen. Es ist nicht bloß die
Arbeiterbevölkerung, welche infolge der teueren Wohnungsverhältnisse aus der
Stadt vertrieben wird, auch kleinere und mittlere Beamte wählen gerne die
Vororte zu ihrem Domizil, wo sie infolge der günstigen Verkehrsverhältnisse das
Angenehme des Landlebens mit den Vorteilen der Stadt glücklich vereint finden.
Diese Stadtflucht der mit Glücksgütern weniger Gesegneten ist, vom moralischen,
hygienischen und volkswirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, wie der Stätte
der Zuflucht zum Vorteil. Draußen in den Vororten sind sie noch imstande, um
eine erträgliche Summe eine menschenwürdige Wohnung sich zu verschaffen, an Wald
und Feld, an Wiesen und Blumen sich zu erfreuen und teilzunehmen an den
Segnungen eines zufriedenen, beglückenden Landlebens; die Vorortsbewohner aber
sind nolens volens gezwungen, mitzuschaffen am Webstuhle der Zeit, die
dörflichen Einrichtungen den städtischen Verhältnissen anzugleichen und so auch
ihr eigenes Dasein menschenwürdiger zu gestalten. Während noch vor 20 Jahren die
Straßen Aubings in einem Zustand sich befanden, dass Fuhrwerke nicht selten mit
Winden aus ihrer Versenkung gehoben werden mussten, durchzieht heute eine
gepflasterte Straße den Ort und wohl gepflegte Wege mit Bürgersteigen
ermöglichen einen leichten Verkehr. Eine Kanalisation sorgt für raschen Abgang
von Abwässern, hält die Straßen trocken und die Gräben reinlich. Früher machte
sich das Grundwasser nicht nur in den Kellern unangenehm bemerkbar, sondern
drang selbst in die Wohnungen ein; heute ist diesem Übel durch die Kanalführung
abgeholfen. Die Distriktstraße von Pasing über Aubing nach Lochhausen ist mit
schönen Alleebäumen besetzt, desgleichen die Lochhamerstraße, deren Herstellung
der Gemeinde auf 30.000 Mark zu stehen kam. Elektrisches Licht erleuchtet nicht
nur die Häuser und Stallungen, sondern auch die Straßen in reichlichstem Maße.
Eine Wasserleitung, deren stilgerechter Turm ein weithin sichtbares Wahrzeichen
Aubings bildet, versieht die Bewohner mit ausgezeichnetem Wasser, während 68
Hydranten eine Gewähr bieten für die Sicherheit des Ortes in Feuergefahr. In
zwei neuen Schulhäusern sorgen acht Lehrkräfte für die kulturelle Entwicklung
der Aubinger Jugend, indes der Obhut einer Kindergärtnerin die Kleinsten des
Dorfes unterstellt sind. Große, geräumige Wohnhäuser mit weit vorspringenden
Dächern sind an die Stelle der alten hölzernen Hütten mit Strohbedachung
getreten. Fast alle Häuser sind mit Spalierobst geziert, und große,
blumengeschmückte Fenster mit grünen Läden geben dem Ganzen das Gepräge von
Wohlhabenheit und Bürgerglück.
Noch vor wenigen Jahren waren Aubings Gärten und Strassen größtenteils baumlos,
nur einzelne Eschen und eine mächtige Linde neben dem Dorfschulhause, das anno
1893 an die Stelle des sog. _Panzinger_-Anwesens erbaut wurde, unterbrachen die
Trostlosigkeit des alten Dorfbildes; heute macht der Ort mit seinen wohl
gepflegten Gärten, mit seinen vielen Obstbäumen, die Aubing im Monat Mai in ein
Blütenmeer versenken, einen herzerquickenden Eindruck.
So sehen wir den Ort auf dem besten Wege zu einer gedeihlichen Entwicklung.
Mögen seine biederen, lebensfreudigen Bewohner immerdar der Wahrheit eingedenk
sein, dass ihr wirtschaftlicher Aufschwung nur auf dem festen Fundamente eines
geistig gebildeten und moralisch zuverlässigen Bürgertums aufgebaut werden kann
und dass die Heimatscholle vor allem den kräftigsten Nährboden für eine gesunde
Volksentwicklung und eine naturgemäße Entfaltung seiner Eigenart bildet und
deshalb am sichersten das Sehnen der Menschen nach einer glücklichen Zukunft zu
stillen vermag._
Vereinsmesser mit Gravur
Die Vorstände
Beinahe schon traditionell ist das jährliche _Aubinger Traubenfest_. Schon zum
sechsten Mal fand es heuer vom 21. _ 22. Juli im Schulhof der Gotzmannschule
statt. Dabei entwickelte es sich im Laufe der Zeit zu einem beliebten Treffpunkt
sowohl für Aubinger Bürger als auch für Gäste von außerhalb. Diese werden nicht
nur durch die gute und familiäre Stimmung angezogen, sondern auch durch die
erstklassige Auswahl an badischen Weinen und Schmankerln wie Flammkuchen oder
Schupfnudeln. Im letzten Jahr hatten wir sogar eine echte badische
Weinprinzessin zu Besuch, die auf jede fachbezogene Frage auch eine passende
Antwort parat hatte. Ein weiterer Höhepunkt des Burschenjahres ist die Zeltparty.
Der Burschenverein Aubing zählte zum Stichtag 01. Mai 2006 insgesamt 128 aktive
und passive (einschließlich Ehren-) Mitglieder, die nachstehend in
alphabetischer Reihenfolge aufgeführt sind:
In den Unterlagen des Burschenvereins sind als Vorstände die 1. Vorstände, 2.
Vorstände, Schriftführer und Kassiere vermerkt.
Während des ersten Weltkriegs wurde der Verein von Reserveausschüssen geleitet.
Von 1916 - 1918 wurden die Vereinsgeschäfte niedergelegt, so dass für diese Zeit
keine Vorstände vermerkt sind.
Unter nationalsozialistischem Diktat musste sich der Burschenverein Aubing
auflösen. Die letzte Versammlung des Aubinger Burschenvereins in der Zeit des
Dritten Reiches fand am 15. August 1936 statt.
1. Vorstände:
Franz Fürst 1906-1907 Jakob Preis 1907-1908 Georg Metz 1908-1909 Josef Seeholzer 1909-1911 Andreas Preis 1911-1914 Heinrich Mayer 1914-1915 Ludwig Willis 1915-1916 Andreas Preis 1918-1919 Johann Strobl 1919-1920 Johann Seeholzer 1920-1921 Quirin Glas 1921-1923 Josef Metz 1923-1924 Jakob Seeholzer 1924 Johann Huber 1924-1925 Michael Mayer 1925-1928 Franz Pfundstein 1928-1930 Georg Walter 1930-1932 Johann Koch 1932-1933 Georg Walter 1933-1934 Jakob Stürzer 1934-1935 Martin Wunderer 1935-1936 Josef Stephan 1949-1952 Otto Schauer 1952-1953 Johann Seeholzer 1953-1955 Josef Schauer 1955-1956 Ludwig Reis 1956-1957 Franz Preis 1957-1958 Johann Abenthum 1958-1959 Florian Hagl 1959-1962 Josef Strixner 1962-1964 Franz Fürst 1964-1968 Josef Preis 1968-1969 Manfred Reis 1969-1971 Georg Koch 1971-1972 Manfred Reis 1972-1977 Alfred Seeholzer 1977-1978 Josef Bauer 1978-1979 Josef Leingärtner 1979-1980 Hans Groß 1980-1981 Alfred Seeholzer 1981-1982 Hans Groß 1982-1983 Hans Oberhauser 1983-1984 Raimund Feht 1984-1986 Helmut Mayer 1986-1987 Alfred Göttler 1987-1989 Harry Sieber 1989-1990 Helmut Mayer 1991-1994 Thomas Fürst 1994-1996 Christian Schaller 1996-1998 Josef Fürst jr. 1998-2000 Richard Strixner 2000-2002 Manfred Strixner 2002-2004 Sebastian Kriesel 2004-2007 Robert Fröhler 2007-2008 Maximilian Malterer 2008-2010 Michael Noder seit 2010
2. Vorstände:
Jakob Preis 1906-1907 Georg Seeholzer 1907-1909 Josef Leingärtner 1909-1911 Quirin Leutenstorfer 1911-1914 Johann Seeholzer 1919-1920 Jakob Glas 1920-1921 Georg Schauer 1921-1922 Georg Strobl 1922-1923 Johann Huber 1923-1924 Georg Pfundstein 1924-1925 Ludwig Zacherl 1925 Xaver Buhl 1925-1928 Anton Fürst 1928-1930 Michael Zeilermeier 1933-1936 Georg Strobl 1949 Johann Seeholzer 1949-1952 Rudolf Lang 1952-1954 Josef Schauer 1954-1955 Raimund Feht 1955-1956 Josef Schauer 1956-1957 Johann Abenthum 1957-1958 Michael Diepolt 1958-1959 Albert Stephan 1959-1960 Georg Stürzer 1960-1962 Anton Fürst 1962-1963 Paul Koch 1963-1964 Albert Stephan 1964-1966 Fritz Mayer 1966-1967 Paul Koch 1967-1968 Josef Fürst sen. 1968-1969 Ernst Hinterholzer 1969-1970 Erich Eckert 1970-1975 Josef Leingärtner 1975-1976 Alfred Seeholzer 1976-1977 Günter Lang 1977-1978 Manfred Reis 1978-1983 Raimund Feht 1983-1984 Adolf Strixner 1984-1986 Manfred Kaufmann 1986-1987 Roman Strixner 1987-1988 Harry Sieber 1988-1989 Guido Preis 1989-1990 Andreas Fürst 1990-1991 Manfred Strixner 1991-1992 Thomas Fürst 1992-1994 Manfred Strixner 1994-1998 Christian Schaller 1998-2000 Thomas Seemüller 2000-2002 Harald Buser 2002-2004 Robert Weber 2004-2006 Thomas Weiß 2006-2010 Thomas Voglrieder seit 2010
Kassiere:
Andreas Preis 1906 Johann Seemüller 1906-1907 Georg Metz 1907-1908 Andreas Preis 1908-1911 Josef Strobl 1911-1913 Georg Glas 1913-1914 Josef Seemüller 1914-1915 Johann Strobl 1915-1916 Quirin Strobl 1919-1920 Jakob Zeilermeier 1920-1921 Georg Pfundstein 1921-1922 Josef Metz 1922-1923 Jakob Glas 1923-1924 Georg Pfundstein 1924 Georg Schauer 1924-1925 Jakob Glas 1925-1926 Anton Fürst 1926-1928 Georg Schmid 1928-1930 Georg Abenthum 1930-1931 Sebastian Pfundstein 1931-1932 Johann Ihnle 1932-1933 Johann Seemüller 1933-1934 Matthias Stanner 1934-1936 Georg Seeholzer 1949 Georg Strobl 1949-1950 Johann Strixner 1950-1951 Josef Grünwald 1951-1955 Albert Stürzer 1955-1957 Sebastian Stürzer 1957-1959 Martin Strixner 1959-1960 Josef Strixner 1960-1962 Franz Fürst 1962-1964 Walter Göttler 1964-1965 Franz Moser 1965-1966 Rudolf Strixner 1966-1968 Alois Gress 1968-1969 Manfred Huttner 1969-1970 Leonhard Eibl 1970-1971 Manfred Reis 1971-1972 Josef Leingärtner 1972-1975 Günter Lang 1975-1977 Josef Leingärtner 1977-1979 Hans Groß 1979-1980 Günter Lang 1980-1981 Hans Oberhauser 1981-1983 Manfred Kaufmann 1983-1986 Robert Malterer 1986-1988 Manfred Zech 1988-1996 Manfred Kaufmann 1996-1998 Andreas Fürst 1998-2000 Stefan Zankl 2000-2004 Harald Buser 2004-2005 Stephan Strixner 2005-2008 Josef Preis seit 2008
Schriftführer:
Georg Glas 1906-1907 Heinrich Mayer 1907-1909 Quirin Leutenstorfer 1909-1911 Josef Noder 1911-1913 Josef Mayer 1913-1914 Josef Wunderer 1914-1915 Markus Preis 1915-1916 Franz Preis 1919-1920 Franz Stephan 1920-1921 Ludwig Hartmannsgruber 1921-1923 Michael Mayer 1923-1925 Georg Schmid 1925-1926 Urban Abenthum 1926-1927 Jakob Berner 1927-1930 Anton Fürst 1930-1931 Johann Koch 1931-1932 Jakob Stürzer 1932-1934 Kurt Meister 1934-1935 Martin Naßl 1935-1936 Johann Strixner 1949-1950 Ludwig Reis 1950-1956 Josef Jund 1956-1958 Albert Stephan 1958-1959 Josef Reitinger 1959-1960 Anton Groß 1960-1962 Josef Groß 1962-1963 Anton Fürst 1963-1965 Günther Simeth 1965-1966 Erwin Moschinski 1966-1967 Josef Fürst 1967-1968 Manfred Reis 1968-1969 Helmut Greif 1969-1970 Josef Preis 1970-1972 Leonhard Riedl 1972-1974 Alfred Seeholzer 1974-1976 Raimund Feht 1976-1986 Guido Preis 1986-1992 Anton Karl 1992-1996 Wolfgang Lampertsdörfer 1996-2000 Mario Ivanda 2000-2002 Lars Lehmann 2002-2003 Sebastian Kriesel 2003-2004 Michael Mayer 2004-2010 Michael Hirsch seit 2010
Das Weinfest
Am späteren Abend, wenn die Life-Musik aufhört, trifft man sich dann an der Bar
zu einem guten Perlwein oder Seccos, die ebenfalls aus Baden stammen. Selbst
schlechtes Wetter kann der Stimmung keinen Abbruch tun, da der Burschenverein
für alle Eventualitäten gerüstet ist und alle relevanten Bereiche des Festes
regendicht überdacht sind. Alle wichtigen Informationen zum _Aubinger
Traubenfest_ finden sich auf der Homepage des Burschenverein Aubing unter
www.bv-aubing.de. Wir würden uns freuen, auch Sie nächstes Jahr beim _Aubinger
Traubenfest_ begrüßen zu dürfen.

Aufnahme Weinfest 2005 im Weinzelt
Die Zeltpartys
Im Rahmen des Aubinger Herbstfestes, welches traditionell um das erste
Septemberwochenende herum stattfindet, veranstaltet der Burschenverein Aubing
jährlich eine Zeltparty.
Dabei waren schon überregional bekannte Bands wie die Spider Murphy Gang, die
Blechblosn, Cagey Strings, Wipe out ... zu Gast in Aubing und brachten die
Stimmung im Festzelt zum Kochen. Auch dazu kommen jedes Jahr mehr Gäste, sodass
wir bald nach einem größeren Zelt Ausschau halten müssen, um die Besucherströme
zu bändigen. Ein weiteres Glied in dieser Kette bekannter Bands sind die „Mercuries“,
die dieses Jahr am Freitag, 01. September die Stimmung im Festzelt aufheizen
werden.
Wenn Sie neugierig geworden sind, sollten Sie im nächsten Jahr mal bei unserer
Zeltparty vorbeischauen. Sie werden es nicht bereuen.

Zeltparty 2005 mit der Blechblosn
Die Mitglieder des Burschenvereins Aubing
Bauer Christian, Bauer Josef, Bauer Wolfgang, Buser Harry, Eckert Erich, Eibl
Leonhard, Feht Raimund sen., Feht Raimund jun., Fischbacher Martin, Flack
Rudolf, Förg Rasso, Fröhler Robert, Fürst Andreas, Fürst Anton, Fürst Franz,
Fürst Josef sen., Fürst Josef jr., Fürst Thomas, Gämmeler Andreas, Glas Karl,
Göttler Walter, Grandl Ludwig, Greif Helmut, Grieshaber Erich, Groß Andreas,
Groß Hans jun., Groß Hans sen., Groß Josef, Grünwald Josef, Hagl Florian, Hahn
Manfred, Happach Heinz, Harlander Sascha, Hero Ralf, Hinterholzer Ernst,
Hinterholzer Wolfgang, Hofbauer Joachim, Huber Erwin, Huber Stefan, Huther
Andreas, Huttner Manfred, Ivanda Mario, Jund Josef, Jungblut Georg, Kaltenegger
Heinrich, Karl Anton, Kaufmann Manfred, Klostermeier Josef, Koch Georg sen.,
Koch Georg jun., Koch Paul, Kriesel Sebastian, Lampertsdörfer Rudolf,
Lampertsdörfer Wolfgang, Lang Günter, Lehmann Lars, Leingärtner Alfred,
Leingärtner Josef, Machlinger Harald, Malterer Maximilian, Malterer Robert,
Manka Dominik, Matzner Korbinian, Mayer Helmut, Mayer Michael, Mayr Richard,
Mehringer Helmut, Metz Otto, Moser Franz, Naßl Peter sen., Naßl Peter jun.,
Neumayer Matthias, Neumayer Michael, Noder Josef, Oberhauser Hans, Pentenrieder
Adolf, Peters David, Pollinger Michael, Postner Herbert, Preis Guido, Preis
Josef, Reis Ludwig, Reis Manfred, Reiser Franz, Reitmeier Helmut, Schäffer
Kalle, Schaller Christian, Schmid Christian, Schmid Robert, Schneider Felix,
Schönwetter Heinz, Schwojer Herbert, Schwojer Rudolf, Seeholzer Alfred,
Seeholzer Walter, Seemüller Hans, Seemüller Jakob, Seemüller Thomas, Seemüller
Walter, Seidl Ernst, Sieber Harald, Skolda Rainer, Stephan Albert, Strixner
Adolf sen., Strixner Adolf jun., Strixner Hanns-Georg, Strixner Josef, Strixner
Manfred, Strixner Martin, Strixner Richard, Strixner Roman, Strixner Rudolf,
Strixner Stephan, Strobl Dieter, Stürzer Georg, Stürzer Sebastian, Thrainer
Hubert, Tweraser Josef, Vorbauer Andreas, Vorbauer Josef, Weber Robert, Weiß
Thomas, Weiß Werner, Wössner Christian, Wunderer Martin, Zankl Stefan, Zech
Manfred, Ziegler Stefan
Gemeinschaftsfoto Aktiv & Passiv
Der Burschenverein im Internet
Im Jahre 1999 machte sich der Burschenverein daran ein neues Informationsmedium
zu nutzen: Das Internet. Angefangen mit einer einfachen Seite mit Gästebuch und
ein paar Fotos waren wir einer der ersten Burschenvereine im Internet. Die
Burschenvereine sind im Internet sehr gut miteinander verbunden. Durch so
genannte LINKS kann man von unserer Seite aus bis zu 200 andere Vereine
besuchen.
Die Seite dient uns sehr gut als Werbemittel für unsere Feste und
Veranstaltungen. Kurz vor dem Weinfest z.B. haben wir bis zu 150 Besucher pro
Tag. Seit 1999 haben ca. 34.500 Surfer unsere Seite angesehen, Tendenz steigend.
Es wird immer der aktuelle Stand der Feste auf der Seite aktualisiert, wie
Skiausflug, Weinfest, Faschingsball oder Zeltparty. Dort sind alle Informationen
rund um diese Veranstaltungen enthalten.
Unter dem Link Bilder ist eine große Sammlung von Fotos zu finden. Die
Mitgliederseite ist nur intern für die Burschen gedacht und ist
Passwortgeschütz. Dort sind aktuelle Termine, Aufgabenverteilungen und Abläufe
der Feste zu finden. Wir würden uns freuen, Euch demnächst auch als Gast auf
unserer Homepage begrüßen zu dürfen. Einträge in unserem Gästebuch sind immer
willkommen!
Raimund Feht jun. (Webmaster www.bv-aubing.de)
Bild Homepage des Burschenvereins